Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte, ich neige dazu, bei emotionalem Stress (positiv wie negativ) abzunehmen. Ist aber nicht dramatisch, bestenfalls lästig, weil wenig Biopren-Nutzschicht vorhanden. Der Winter wird hart. :-)
Haare länger oder kürzer?
Immer noch kurz. Ich tät sie ja wachsen lassen, wenn nicht die ‘your head exploded/Beethoven’-Phase wäre.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Kurzsichtiger und das deutlich. Außerdem mit Hornhautverkrümmung gesegnet und neuerdings im Besitz einer Gleitsichtbrille.
Mehr Kohle oder weniger?
Mehr. Schlimme Ereignisse bringen Profit…:-/
Mehr ausgegeben oder weniger?
Eher weniger, obwohl mit Urlaub, Renovierungen und zweirädrigem Heizgerät…
Mehr bewegt oder weniger?
Mich genausowenig wie letztes Jahr, aber mein neues Motorrad erheblich mehr. Freu mich schon wieder aufs Frühjahr!
Der hirnrissigste Plan?
Mich zum Generalsekretär der hessischen Piraten wählen zu lassen. Und das hat auch noch geklappt…
Die gefährlichste Unternehmung?
No risk no fun, aber was wirklich gefährliches fällt mir gerade nicht ein…
Der beste Sex?
Oh ja.
Die teuerste Anschaffung?
Ducati Hypermotard 1100. Worth every damned cent and more.
Das leckerste Essen?
Die T-Bone-Steaks mit Elmi und Melanie im Frühsommer.
Das beeindruckendste Buch?
Keines, das mir jetzt aus dem Stand einfallen würde, war wirklich beeindruckend. Hm. Vielleicht fällt mir später noch eines ein.
Der ergreifendste Film?
‘Shutter Island’ war gut, dafür bin ich sogar mal ins Kino gegangen.
‘Control’ hat mir sehr gut gefallen. Und ‘The Machinist’
Die beste CD?
‘The Life of the world to come’ von den Mountain Goats. Oder doch die ‘Sunset Tree’? Anyway, es war ein musikalisch äußerst spannendes Jahr, vor allem in der zweiten Hälfte, ich habe viel Neues kennengelernt, bzw. erfahren, was ich all die Jahre verpasst habe. An der Stelle einen Extradank an Matthias und Julia für die vielen guten Empfehlungen. Vor allem The Antlers. Die Hospice ist eine der besten Platten, die ich je hörte. Und vor allem Dank an Dany für 30 Seconds To Mars.
Das schönste Konzert?
War nur bei DubFX und da war der Sound grottig. Dafür die Freunde überragend :-)
Update: Aha. Nur bei DubFX. Soso. Aber nicht bei Cohen? DEM Cohen? Auf dem Bowling Green in Wiesbaden?
Kinners, ich werd alt. Dabei war das sooo ein geniales Konzert….
Die meiste Zeit verbracht mit …?
Kathinka.
Die schönste Zeit verbracht mit …?
Kathinka. In Kiel und Rothenburg, im Garten, beim Essen und im Bett.
Vorherrschendes Gefühl 2010?
WTF? Viel Verwunderung…
2010 zum ersten Mal getan?
Geerbt.
2010 nach langer Zeit wieder getan?
Einen Unfall selbst verschuldet. Zur großen Erheiterung meiner lieben Ehefrau, die immer meckert, dass ich so dicht auffahre.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Den Tod meiner Mutter im Frühjahr.
Die aktuelle Politikergarde in DE.
Unnötige Streitereien und daraus resultierender emotionaler Stress.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Die Notwendigkeit, Freiheit zu leben und zu gewähren.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Das große Vertrauen einiger guter Freunde und die daraus resultierende Freude und Zufriedenheit.
2010 war mit einem Wort …?
Erneuerung.
Best of both worlds, best in both worlds.
Es gibt immer noch das Usenet und manches von dort will ich auch hier verewigen.
So auch die Erzählung vom gestrigen Nachmittag:
Der Tod ist bekanntlich des Wichts ständiger Begleiter, wenn schon nicht im Beruf (was ist in der Anatomie eigentlich ein ‘Director’s Cut’?), dann plakativ in Totenschädelform auf den T-Shirts, die der Anatom in der Freizeit gerne am Leibe trägt.
Gestern war das allerdings nicht der Fall, auch galt unser Interesse eher dem Leben. Genauer gesagt, sollte die NSU (nunmehr auf 600 selbige aufkubikzentimeteriert) zum Leben erweckt werden.
Als Kreißsaal diente der wohlbekannte Hinterhof in Rödelheim und bei bestem Wetter und heiteren Gemüts allenthalben versorgten wir uns erst mal mit einem Bier.
Mopped ins Licht schieben.
Endtopf dranmachen – der bisweilen ungnädige Nachbar war schon in Kenntnis einer geplanten Ruhestörung gesetzt worden und hatte uns für den Samstag Dispens erteilt, nur der Sonntag sei ihm heilig.
Sei’s drum.
Helmut bricht den Rekord im unnütz-Treppen-laufen, bringt aber neben gut gefüllten Bieren auch den ebensolchen Tank aus dem Keller mit.
Der passt auch nach ein paar bangen Momenten – vieles andere tat und tut das nicht, der neue Motor bringt doch teils geringfügig, teils massiv andere Abmessungen und Passungen mit sich.
“Geh mer fodd” sagt Helmut und will nicht von vergangenen Qualen erzählen.
Die Benzinleitung muss verlängert werden, die Hupe schrauben wir verkehrt an, alles ist ein wenig gefrickelt, aber schließlich soll ja kein finales Werk entstehen, nur des Funktionierens des neuen Triebsatzes wollen wir uns versichern.
Der Vergaser ist dicht.
Das freut den Wicht.
Probehalber wird der Kickstarter mal betätigt.
*tschuuuumpf*
Das ging nicht wirklich leicht.
Und dabei ist noch nicht mal die Zündkerze drin.
Die Batterie ist nicht wirklich leistungsfähig und wir beschließen, ihr und uns ein Ladepäuschen zu gönnen. Die Batterie kommt an den Strom und wir an den Tisch zum Bier.
Frauen…
Bücher…
Die Kunst, der Tod…
Der Sinn von Dekohebeln…
Egal, nach einer Viertelstunde schreitet Helmut zum nächsten Versuch, ich stelle mich in sicherem Abstand auf und warte darauf, dass der Kickstarter
den Wicht in lichte Höhen der Kastanie pfeffert.
Notrufnummer im Handy sicherheitshalber aufrufen.
Batterie rein, Zündkerze rein, Stecker drauf.
Zündung auf Spät, Choke, Hebel hier, Tupfer da, Ausklappen des Kickers und…
*tschuuklick*
Immerhin.
Das waren schon mal solide 5 Zentimeter, die sich der Hebel nach unten drücken ließ.
Zweifel in Wichts Gesicht.
*tschupppklick*
Das waren zehn und dafür ist Helmut fast einen halben Meter hochgehüpft.
“Da ist ein mechanischer Widerstand” ist ein kurzer und sehr transparenter Versuch, eine Ursache zu konstruieren, die es nicht gibt.
Der Motor ist einfach zu fett, um ihn einfach so anzukicken, wie es scheint.
Außerdem ist gerade die schicke Hülse vom Hebel abgefallen. Die schrauben wir wieder dran.
*tschuuklickick*
Vier oder fünf weitere ähnliche Versuche, dann ist Helmut platt, keine Chance, über OT zu kommen.
Ich vermeine, den Motor grinsen zu sehen.
Im Film würde jetzt eine mit Weichzeichner und Hall verbrämte Rückblende kommen, in der Helmut im Hof des NSU-Schraubers vernehmlich sagt “Dekohebel? Kinderkram, das kicken wir einfach so an.” Stefan, der nämliche Schrauber produziert ein feines Lächeln… </rueckblende>
Belustigt und nicht wirklich enttäuscht schieben wir also die NSU wieder auf die Hebebühne und nehmen Planungen für Canossa-Anrufe am Montag beim NSU-Schrauber auf.
Mal schauen, ob die Wappnung gegen die zu erwartende Häme sich auszahlt.
“Nenene, das ist ein Fehler auf der Webseite,” sagte der Verkäufer und lächelte ein wenig mitleidig “das ist ein Shoei, die gibt es nicht soo billig.”
“Aha”, sage ich und überlege kurz, ob Phil sich seinen Bericht vielleicht nur ausgedacht hat…NEIN
Irgendwie war das Mitleid auch eher auf meiner Seite, an Stelle des Verkäufers wäre ich wohl auch von den Socken gewesen. Fakt ist nämlich, dass bei Polo gerade die Endurohelme von Shoei für ‘en Appel und ‘en Ei rausgehauen werden und wenn ich das nicht bei Phil gelesen hätte, wäre mir das komplett entgangen und ich hätte mich nicht wenig geärgert.
So aber konnte ich den1 jungen Mann, der ein wenig fassungslos den Blogbeitrag las2, davon überzeugen, dass man mit ihm keinen hässlichen Streich spielt, sondern es sich tatsächlich um ein schwer zu begreifendes Phänomen handelt.
Nun war aber nur noch ein Hornet DS in L im Regal und die Nachbestellungsfront sah schlecht aus. Wirklich schade, weil er mir in dem matt-anthrazit schon gut gefiel. Aber ‘L’ geht gar nicht, beim ersten Blick in den toten Winkel dreht der sich rum und ich guck ins Schwarze ;-)
“Mist” sag’ ich zu dem jungen Mann, “das ist jetzt echt schade” 3
“Hm. Ich hätte den auch noch in ‘S’ am Lager, aber da ist das Visier kaputt…
…
… das könnte ich aber gegen das von dem in ‘L’ tauschen, wäre das okay?”
<breitgrinz>
<nochbreitergrinz> Nach dem Aufsetzen, der passt wie angegossen…
Und so kommt es, dass auf einmal meine Arai-Only-policy sich mit einem Shoei Hornet DS auf der Ablage auf der Garderobe anfreunden darf.
Achso, der Preis.
459,95 € bisher.
Runtergesetzt auf 199,95 €.
SSV (-30%) 139,97 €.
Dreihundertzwanzig Euro weniger als vor ein paar Tagen4
Ich find das richtig gut ;-)
Vor 15 Jahren haben wir (meine damalige Frau und ich) uns ein Wochenendhaus mit dazugehörigem Grundstück im Rheingau zugelegt. Zuerst zur Miete, nach zwei Jahren haben wir die Erbpacht dann gekauft.
Hintergrund war, dass unsere damalige Wohnung keinen Balkon oder Gartenanteil hatte, wir aber den Wunsch nach ‘draußen’ verspürten. Ich war die Wochenend-Geschichte von meinen Eltern schon gewöhnt, die sich das Nachbar-Grundstück 1971 auf ähnlichem Wege (erst Miete, dann Kauf) zugelegt hatten.
Die Ruhe und die tolle Aussicht fand ich auch extrem faszinierend, dennoch wurde das Häuschen überflüssig, als wir vor ein paar Jahren selbst bauten und – nicht nur zur Eigenkapitalerhöhung – Haus und Grundstück im Rheingau verkauften.
Durch die mittlerweile eingetretenen Umstände bin ich aber nun in den Besitz der Liegenschaft meiner Eltern, bzw. meiner Mutter gekommen und als wir am letzten Freitag erstmals auf ‘unserem’ Grundstück waren, hatte ich ein sehr zwiespältiges Gefühl.
Ursprünglich waren wir überein gekommen, das Ding auch zu verkaufen, weil wir es ja doch nicht nutzen und es nur Arbeit macht.
Hm.
Das sehe ich seit letzter Woche aber irgendwie anders, nachdem ich gemerkt habe, dass es gar nicht soo viel Aufwand bedeutet, Hütte und Grundstück in zumindest einigermaßen erträglichem Zustand zu erhalten – und die Ruhe, Abgeschiedenheit, der tolle Ausblick und die Natur sind aber nach wie vor so überreichlich vorhanden, dass auch unser wirklich tolles Haus und Grundstück in Frankfurt nicht so ganz mitkann…
Ich habe mich jedenfalls entschlossen, das Wochenendgrundstück erst mal nicht zu verkaufen und im Sommer zumindest tageweise zu nutzen. Nicht zuletzt liegt es von Frankfurt aus gesehen am Ende einer wirklich ausnehmend schönen Moppedstrecke.