Ostsee.
Heiß.
Strand.
Wesentlich mehr gibt es zu den letzten Tagen eigentlich nicht zu sagen, oder?
Doch.
Frösche.
Und zwar im Gartencenter in Kronshagen. Dort finden sich in allen Pfützen, Seerosenschalen und Teichen einige junge Wasserfrösche (Rana esculenta) und zu meiner großen Begeisterung auch Kammolche (Triturus cristatus), die leider außerhalb der Paarungszeit nur groß und ansonsten unscheinbar sind – der Kamm bei den Männchen in der Paarungszeit ist mehr als beeindruckend.
Den einen Frosch zu fangen, war leicht – es war nämlich keiner, sondern eine junge Erdkröte :-)
Neben Frösche fangen waren wir aber auch da, um Geld auszugeben, diesmal in Form einer kleinblättrigen Seerose und eines Ersatzes für den traurigen Sommerflieder an der Grenze zum Hof, eines gelbblätterigen Ligusters nämlich.
Dass wir Teicherde von Kiel nach Frankfurt kutschieren, kommentiere ich nicht weiter ;-)
Am letzten Tag trafen dann am Nachmittag Kathinkas Bruder und seine Freundin ein, mit denen wir alles zusammen dann abends das Steakhaus aufsuchten und uns an Rib-Eyes, Lammfilets, Garnelen, Salat und dergleichen gütlich taten.
Pünktlich zu unserer Abreise wurde das Wetter schlechter – der Urlaub hatte sich also genau an die Vorgaben gehalten.
Bitte jedes Jahr so.
Wenn die Ostsee schonmal zum Baden taugt und die Außentemperaturen nicht unterirdisch wie leider viel zu oft im Norden sind, muss man an den Strand. Nach dem für uns obligatorischen Baumarktbummel und ein wenig Shopping bei Aldi Nord und dem Dänischen Bettenlager – Gewohnheiten, die wir gar nicht mehr ändern wollen, auch wenn es das Dänische Bettenlager mittlerweile auch hierzulande inzwischen gibt und die Unterschiede zwischen den Aldis immer weiter abnehmen.
Große Enttäuschung aber in Schilksee, unserem bevorzugten Strandrevier – die uns bekannte Treppe ist nicht mehr und der Ab- sowie der spätere Aufstieg durch unbefestigte Sandrinnen ist nicht ganz ohne. Offensichtlich hat die Ostsee hier gut genagt im letzten Jahr…
Strand selbst ist einfach herrlich, die Ostsee kann uns auch nicht schrecken und wird als wesentlich angenehmer als im Vorjahr empfunden (die wesentlich höheren Außentemperaturen dürften auch wesentlich dazu beigetragen haben).
Wir Trottel haben aber den Sonnenschutz vergessen, weswegen wir uns nach einer Stunde lieber wieder bekleiden und Richtung Kiel zurückmachen.
Am Abend schauen wir dann noch zwei Stündchen bei Henning und Claudia rein, das ist wieder so nett, dass wir beschließen, einen festen Programmpunkt in unsere zukünftigen Kiel-Besuche zu integrieren, denn viel zu kurz ist die Zeit beim angeregten Gespräch über neue Bücher, Social Media und und und…
Nachdem meine Süße am Donnerstag erfuhr, dass sie sofort Urlaub haben kann, haben wir uns blitzartig entschlossen, nach Kiel zu meinen Schwiegereltern zu fahren. Das Wetter versprach, sehr strandfreundlich zu sein und ‘to be travellin’ in style’ versuchten wir, noch eine große, gemütliche Dose zu ergattern, was aber trotz sämtlicher eingesetzter Connections (thx ichie) irgendwie zum Scheitern verurteilt war.
Also haben wir die Turbo-Hutschachtel mit dem komischen Schaltverhalten, vulgo Peugeot, genommen und sind sicher sowohl hin wie auch zurück gekommen.
Gut war es trotzdem nicht. Zumindest hin – dafür kann aber der Peugeot nichts.
20km Stau und stockender Verkehr bei Northeim und nochmal 20km vor dem Elbtunnel machten uns klar, dass das mit diesem ‘Ferienbeginn’ doch nicht nur irgend so ein dummes Geschwätz war. Das war schon arg nervig, ist aber bei Detlev und Sigrun mit zwei eiskalten Becks (Kathinka fährt weiter) gut abgefedert worden.
Da waren wir auch schon ein Weilchen über die Wolkenbrüche und das Aquaplaning in Hessen bis nach Niedersachsen rein hinweg. Ekliges Fahren, aber auch egal, wenn man in Kiel auf der Terrasse sitzt und es sich gut gehen lässt. Das war dann aber auch schon der Samstag.
Sonntag war es dann noch nicht richtig strand-geeignet, windig und bewölkt, aber das haben wir für einen Besuch am Ostseekai genutzt, um die großen Kreuzfahrtpötte zu bestaunen, die dort angelegt hatten. Das ist schon beeindruckend, wenn 6.000 Passagiere gerade beim Boarding sind…
Der abendliche Spaziergang durch die Gartenkolonie zum Griechen führte uns am Haus von Claudia und Henning vorbei und da wir diesmal ein wenig Zeit mitgebracht hatten, beschlossen wir, die beiden (wenn möglich) in den kommenden Tagen zu besuchen.