2010.2 – der Jahresrückblick

sparta | Dezember 30th, 2010 - 16:53

Vorgestern abend saßen wir zusammen im ‘Brückenkopf‘ in Hanau und feierten den letzten MKK-Stammtisch mit Stephan – mein lieber Freund geht nach Berlin zum 03.01. und so waren die Gefühle reichlich gemischt, Vorfreude zum einen, die Begeisterung über die vielen guten Freunde, die gekommen waren und der unweigerliche, tränendurchsetzte Abschiedsschmerz…
Ich liebe dich, mein Freund, du wirst mir unendlich fehlen und ich werde häufig nach Berlin müssen ;-)

Ein guter Aufhänger aber, um einmal das Jahr 2010 ausführlich Revue passieren zu lassen, denn das Jahr wurde zum Großteil durch meine Freunde bestimmt und es war ein unglaubliches Jahr. “So gut?” wurde ich eben im Chat gefragt.
Gut?
Nein, es war zwar vieles gut, aber ein gutes Jahr sieht für mich anders aus. 2010 war vor allem… intensiv. Ich geh mal durch meine Bilder, Blogbeiträge und versuche mich an den Highs und Lows.
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Jahresrückblick 2010.1

sparta | Dezember 18th, 2010 - 16:13

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte, ich neige dazu, bei emotionalem Stress (positiv wie negativ) abzunehmen. Ist aber nicht dramatisch, bestenfalls lästig, weil wenig Biopren-Nutzschicht vorhanden. Der Winter wird hart. :-)

Haare länger oder kürzer?
Immer noch kurz. Ich tät sie ja wachsen lassen, wenn nicht die ‘your head exploded/Beethoven’-Phase wäre.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Kurzsichtiger und das deutlich. Außerdem mit Hornhautverkrümmung gesegnet und neuerdings im Besitz einer Gleitsichtbrille.

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr. Schlimme Ereignisse bringen Profit…:-/

Mehr ausgegeben oder weniger?
Eher weniger, obwohl mit Urlaub, Renovierungen und zweirädrigem Heizgerät…

Mehr bewegt oder weniger?
Mich genausowenig wie letztes Jahr, aber mein neues Motorrad erheblich mehr. Freu mich schon wieder aufs Frühjahr!

Der hirnrissigste Plan?
Mich zum Generalsekretär der hessischen Piraten wählen zu lassen. Und das hat auch noch geklappt…

Die gefährlichste Unternehmung?
No risk no fun, aber was wirklich gefährliches fällt mir gerade nicht ein…

Der beste Sex?
Oh ja.

Die teuerste Anschaffung?
Ducati Hypermotard 1100. Worth every damned cent and more.

Das leckerste Essen?
Die T-Bone-Steaks mit Elmi und Melanie im Frühsommer.

Das beeindruckendste Buch?
Keines, das mir jetzt aus dem Stand einfallen würde, war wirklich beeindruckend. Hm. Vielleicht fällt mir später noch eines ein.

Der ergreifendste Film?
‘Shutter Island’ war gut, dafür bin ich sogar mal ins Kino gegangen.
‘Control’ hat mir sehr gut gefallen. Und ‘The Machinist’

Die beste CD?
‘The Life of the world to come’ von den Mountain Goats. Oder doch die ‘Sunset Tree’? Anyway, es war ein musikalisch äußerst spannendes Jahr, vor allem in der zweiten Hälfte, ich habe viel Neues kennengelernt, bzw. erfahren, was ich all die Jahre verpasst habe. An der Stelle einen Extradank an Matthias und Julia für die vielen guten Empfehlungen. Vor allem The Antlers. Die Hospice ist eine der besten Platten, die ich je hörte. Und vor allem Dank an Dany für 30 Seconds To Mars.

Das schönste Konzert?
War nur bei DubFX und da war der Sound grottig. Dafür die Freunde überragend :-)
Update: Aha. Nur bei DubFX. Soso. Aber nicht bei Cohen? DEM Cohen? Auf dem Bowling Green in Wiesbaden?
Kinners, ich werd alt. Dabei war das sooo ein geniales Konzert….

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Kathinka.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Kathinka. In Kiel und Rothenburg, im Garten, beim Essen und im Bett.

Vorherrschendes Gefühl 2010?
WTF? Viel Verwunderung…

2010 zum ersten Mal getan?
Geerbt.

2010 nach langer Zeit wieder getan?
Einen Unfall selbst verschuldet. Zur großen Erheiterung meiner lieben Ehefrau, die immer meckert, dass ich so dicht auffahre.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Den Tod meiner Mutter im Frühjahr.
Die aktuelle Politikergarde in DE.
Unnötige Streitereien und daraus resultierender emotionaler Stress.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Die Notwendigkeit, Freiheit zu leben und zu gewähren.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Das große Vertrauen einiger guter Freunde und die daraus resultierende Freude und Zufriedenheit.

2010 war mit einem Wort …?
Erneuerung.

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Chemnitz 1 – der Freitag

sparta | November 24th, 2010 - 10:39

Bei Gerhard Seyfried in der etwas anderen Deutschland-Karte noch unter ‘Karl-May-Stadt (früher Chemienitz)’ geführt, wurde am letzten Wochenende der zweite Bundesparteitag des Jahres 2010 dort selbst ausgetragen.
Große, schreckliche und düstere Erwartungen knüpften sich an den Event und ursprünglich wollte ich gar nicht hin. Andererseits bin ich mittlerweile im Landesvorstand und prinzipiell für die Akkreditierung meiner Parteifreunde zuständig und darüberhinaus ist so ein Parteitag eine willkommene Chance, mal einige Leute kennenzulernen, die einem tagtäglich nur über den Schirm wimmeln.

Da in mein rollendes Hustenbonbon max. zwei Mitreisende + ein wenig Gepäck fasst, war ich mit der großen JuPi-Kiste und senficon gut bedient :-). Die Musik war laut und die Autobahn nur mäßig vollgestopft, so dass wir relativ zeitig in Chemnitz eintrafen. Duschen, Pause und ab an die Mensa, wo am nächsten Morgen der Parteitag starten sollte.
Dort vorort (und ich mein vor Ort, nämlich draußen) fand ich auch schon die übliche Clique, bestehend aus Ungedanken, Monges und Gheed vor, dazu stieß noch unser Landesschatzmeister Knut.
Bier gabs und alles, was der um die Ecke befindliche Edeka sonst noch so hergab.
Schattig wars auch und deshalb verlegten wir den Aktionsradius schnell in die Mensa hinein. Pech für die Raucher, aber mir war echt kalt. Da der Alkohol mehr werden würde, brachte ich das Auto ans Hotel und von dort senficon und gedankenstuecke zu Fuß mit zur Mensa. Und dann traf auch schon der bekannt fantastische herrurbach ein und nachdem noch ein paar Bier reingelaufen waren, verlagerten wir uns mit einfachBen, Aleks A, und anderen in den auf dem Weg befindlichen Irish Pub und letztendlich ins Hotel – der nächste Morgen drohte mit Frühaufstehen…

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Nach Canossa (der Weg ist das Ziel)

sparta | August 15th, 2010 - 09:34

Best of both worlds, best in both worlds.
Es gibt immer noch das Usenet und manches von dort will ich auch hier verewigen.
So auch die Erzählung vom gestrigen Nachmittag:

Der Tod ist bekanntlich des Wichts ständiger Begleiter, wenn schon nicht im Beruf (was ist in der Anatomie eigentlich ein ‘Director’s Cut’?), dann plakativ in Totenschädelform auf den T-Shirts, die der Anatom in der Freizeit gerne am Leibe trägt.
Gestern war das allerdings nicht der Fall, auch galt unser Interesse eher dem Leben. Genauer gesagt, sollte die NSU (nunmehr auf 600 selbige aufkubikzentimeteriert) zum Leben erweckt werden.
Als Kreißsaal diente der wohlbekannte Hinterhof in Rödelheim und bei bestem Wetter und heiteren Gemüts allenthalben versorgten wir uns erst mal mit einem Bier.
Mopped ins Licht schieben.
Endtopf dranmachen – der bisweilen ungnädige Nachbar war schon in Kenntnis einer geplanten Ruhestörung gesetzt worden und hatte uns für den Samstag Dispens erteilt, nur der Sonntag sei ihm heilig.
Sei’s drum.

Helmut bricht den Rekord im unnütz-Treppen-laufen, bringt aber neben gut gefüllten Bieren auch den ebensolchen Tank aus dem Keller mit.
Der passt auch nach ein paar bangen Momenten – vieles andere tat und tut das nicht, der neue Motor bringt doch teils geringfügig, teils massiv andere Abmessungen und Passungen mit sich.
“Geh mer fodd” sagt Helmut und will nicht von vergangenen Qualen erzählen.

Die Benzinleitung muss verlängert werden, die Hupe schrauben wir verkehrt an, alles ist ein wenig gefrickelt, aber schließlich soll ja kein finales Werk entstehen, nur des Funktionierens des neuen Triebsatzes wollen wir uns versichern.

Der Vergaser ist dicht.
Das freut den Wicht.
Probehalber wird der Kickstarter mal betätigt.
*tschuuuumpf*
Das ging nicht wirklich leicht.
Und dabei ist noch nicht mal die Zündkerze drin.
Die Batterie ist nicht wirklich leistungsfähig und wir beschließen, ihr und uns ein Ladepäuschen zu gönnen. Die Batterie kommt an den Strom und wir an den Tisch zum Bier.

Frauen…
Bücher…
Die Kunst, der Tod…
Der Sinn von Dekohebeln…

Egal, nach einer Viertelstunde schreitet Helmut zum nächsten Versuch, ich stelle mich in sicherem Abstand auf und warte darauf, dass der Kickstarter
den Wicht in lichte Höhen der Kastanie pfeffert.
Notrufnummer im Handy sicherheitshalber aufrufen.

Batterie rein, Zündkerze rein, Stecker drauf.
Zündung auf Spät, Choke, Hebel hier, Tupfer da, Ausklappen des Kickers und…
*tschuuklick*
Immerhin.
Das waren schon mal solide 5 Zentimeter, die sich der Hebel nach unten drücken ließ.
Zweifel in Wichts Gesicht.
*tschupppklick*
Das waren zehn und dafür ist Helmut fast einen halben Meter hochgehüpft.
“Da ist ein mechanischer Widerstand” ist ein kurzer und sehr transparenter Versuch, eine Ursache zu konstruieren, die es nicht gibt.
Der Motor ist einfach zu fett, um ihn einfach so anzukicken, wie es scheint.
Außerdem ist gerade die schicke Hülse vom Hebel abgefallen. Die schrauben wir wieder dran.
*tschuuklickick*
Vier oder fünf weitere ähnliche Versuche, dann ist Helmut platt, keine Chance, über OT zu kommen.

Ich vermeine, den Motor grinsen zu sehen.

Im Film würde jetzt eine mit Weichzeichner und Hall verbrämte Rückblende kommen, in der Helmut im Hof des NSU-Schraubers vernehmlich sagt “Dekohebel? Kinderkram, das kicken wir einfach so an.” Stefan, der nämliche Schrauber produziert ein feines Lächeln… </rueckblende>

Belustigt und nicht wirklich enttäuscht schieben wir also die NSU wieder auf die Hebebühne und nehmen Planungen für Canossa-Anrufe am Montag beim NSU-Schrauber auf.
Mal schauen, ob die Wappnung gegen die zu erwartende Häme sich auszahlt.

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