Jahresrückblick 2011.2

sparta | Dezember 31st, 2011 - 15:20

 

Land unter.

Nicht das Jahr generell, aber zu Jahresbeginn in unserer Heimatstadt. Der Main führt Hochwasser, wenn auch glücklicherweise sehr weit von den Pegelmarken am Tor zum Schlossplatz entfernt.

Nein, das Jahr war gut. Viel entspannter als 2010, keine Katastrophen, keine größeren Beschwerden.

[...]

Let’s go exploring

sparta | November 12th, 2011 - 10:46

Da liegt sie jetzt vor mir.

Die freie Zeit.
Wie ein leerer Blogbeitrag, der sich auch seit Wochen nicht von selbst schreiben will. Die weiße Seite.
Unberührt, unschuldig, rein.
Noch traue ich mich nicht wirklich, sie mit meinem Buchstabenschmutz zu besudeln, aber gleichzeitig mache ich es ja schon. Nun gut, Ängste sind ja dazu da, überwunden zu werden ;-)

‘Aber wie kommt’s?’  hör ich fragen und will auch um meiner selbst Willen mal kurz die letzten anderthalb Jahre Revue passieren lassen – in denen von meiner mir so kostbaren freien Zeit für Entspannen, Schreiben, Musik hören, Spazierengehen etc. immer weniger blieb, was sich an der ‘Artikelflut’ hier im Blog auch deutlich widergespiegelt hat.
Eigentlich begann alles auf dem Stammtisch Höchst mit der Idee, ich könnte ja den Generalsekretär im Landesverband der Piratenpartei machen. So ‘ne Art Verwaltungsjob, geht prima vom heimischen Schreibtisch aus und ist nicht anstrengend.
Na gut.
Ich hab mich breitschlagen lassen, eine Art Wahlkampf geführt, der mich letztlich als einzigen Kandidaten stehen ließ und mir das Amt bescherte…
Zwischendrin war über die tollen Menschen, die ich kenne, noch ein kleiner Nebenjob gekommen, die Ticketerstellung für die openmind #om10.
Zu tun hatte ich wirklich reichlich. Bundesparteitage, Akkreditierung, Vorstandssitzungen, auch im Real Life.
Immer tiefer arbeitete ich mich in die Strukturen ein, wurde zum Ansprechpartner für viele, zum Vertrauten für manche und schaffte mir neben einem gewissen Wissenspool auch eine stete Arbeitslast an. Bisweilen war mir das doch lästig, ich war nicht mehr so ganz mein Herr, wie ich es gewohnt war und zu schätzen gelernt hatte.
Ein wenig hilfreich war dann die Kandidatur der jetzigen Generalsekretärin beim LPT 2011 – jeglicher Kandidaturversuch würde schlicht an der Tatsache scheitern, dass wir bei den Piraten längst nicht so post-gender sind, dass nicht eine Frau immer einen Bonus hätte, egal, ob sie was kann oder tut.
Da aber die Verwaltungszugänge dauerten, habe ich Trottel mich bereit erklärt, die Mitgliederverwaltung noch weiter zu machen, als die Berlin-Wahl und vor allem deren Folgen über uns hineinbrachen und ich Neuaufnahmen by the hundred auf dem Tisch hatte.

Außerdem hatte ich mich für die Orga der openmind #om11 freiwillig verpflichtet und habe dort den gesamten finanziellen Krams, T-Shirts, Tickets, Namensschilder, Kasse, Hotels und dergleichen alles erledigt. Vorort war ich dann ca. 80% der Dauer der Veranstaltung am Orga-Counter ansprechbar.

Nach der #om11 wurde mir sehr schnell klar (gemacht), dass es so nicht weitergehen kann. Ich war am Anschlag, ständig gereizt, immer kurz vor dem Ausrasten.
Also beschloss ich, einen Fullstop hinzulegen.
Mitgliederverwaltungsbeauftragung zurückgeben.
Orga #om12 canceln.

Jetzt will ich erst mal eines vor mir haben: Nichts!
Derzeit bin ich immer noch am Runterkommen, viel zu lange habe ich auf viel zu hoher Schlagzahl getaktet und das wird mir nie wieder passieren.

Das Motto der openmind #om11, das ich zu selbigem erkoren habe, raubmordkopiere ich jetzt für mich.

…let’s go exploring

Neuer Look und so

sparta | Juni 3rd, 2010 - 10:08

Den regelmäßigen Lesern1 dieses meines Blogs ist es bestimmt schon aufgefallen, die Seite präsentiert sich wieder in einem neuen Gewand.
Das ist in den sechs Jahren, die ich das Blog betreibe, nunmehr die vierte Anpassung an meinen sich ändernden Geschmack und wurde diesmal durch eine Info auf Twitter befeuert, nach der RichWP seine gesammelten Premium Themes für lau abgibt, da sie eine neue Kollektion im Juni auflegen.
Der große Vorteil der richwp-Themes ist, dass sie mit umfangreichen Einstellmöglichkeiten kommen, so dass man sich nicht mehr für jede kleine Farb- oder Schriftänderung in die Tiefen des Stylesheets begeben muss. Außerdem gefällt mir die schlichte Aufmachung sehr gut, auch wenn ich mich nunmehr gezwungen sehe, ein wenig mehr Inhalt zu generieren.
Das will aber auch ein lieber Freund bei den Frankfurter Piraten für die Website derselben, also werde ich mal die Finger spielen lassen in den kommenden Wochen und Monaten.

Außerdem neu: Ubuntu 10.04 auf Notebook und Desktop. Größte Neuerung dabei: Thunderbird 3.0, der vom Look and Feel doch deutlich anders ist als die bisherigen Versionen. Bisher tut er aber brav und an die etwas andere Darstellung mit dem IMAP-Ordnern habe ich mich schnell gewöhnt.

Und meinen Standard-Mediaplayer habe ich jetzt gewechselt – Rhythmbox ist in der aktuellen Ubuntu-Version schrecklich verschlimmbessert worden, sowohl Funktionalität wie auch Usability haben gewaltige Macken. Mit Macken könnte ich ja noch leben, aber dass es nicht mehr möglich ist, aus einer Wiedergabeliste eine CD zu brennen, das ist ein so heftiger Bug, dass ich nunmehr auf Banshee gewechselt habe – hier haben die Entwickler ausgezeichnete Arbeit geleistet, der Player ist schnell, hat einige sinnvolle Erweiterungen und ist von der Bedienbarkeit her einfach stimmig.

  1. falls es die überhaupt gibt

Frankfurt und die Asche (auf der Suche nach dem Tritt in den Hintern)

sparta | April 17th, 2010 - 21:23

Jetzt ist es schon fast einen Monat her, dass ich zuletzt gebloggt habe und mental fehlt mir auch irgendwie der nötige Tritt in den Arsch, um einfach mal wieder nach vorne zu kommen. Ist ja nicht so, dass nichts passiert wäre, keineswegs. Ereignisreich und schön ist diese Zeit, aber vermutlich geht es mir einfach zu gut.
Schon immer habe ich dann am besten geschrieben (und auch am meisten), wenn ich eher nicht so besonders gut drauf war, meine besten Postings entstanden in Zeiten schwerster Ehekrisen und massiver Probleme im Job.
Von daher scheint für mein Schreiben das zu gelten, was in unserer Familie eh Motto wurde: No news is good news.
Anyhow, here’s new stuff despite my feeling brilliant :-)

fahne

Blauer Himmel ist zur Zeit. Ohne Wolken, ohne Kondensstreifen. Alle Flugzeuge sind am Boden1.
CIMG2415.JPGEs hat bei aller Schönheit schon eine Stephen-King’sche Note, diese immer wieder begeisternde Stille, vor allem aber immer wieder dieser Himmel.
Ich könnte den ganzen Tag draußen liegen und mir einfach nur dieses hier nie gesehene Bild anschauen.
Mit Flugzeugen oder dem Flughafen Frankfurt habe ich kaum ein Problem, das Gegenteil ist eher der Fall. Der Flughafen ist für die Region enorm wichtig und ich schätze das hohe Maß an Zufriedenheit, das sich aus der Infrastruktur und den Arbeitsplätzen im Rhein-Main-Gebiet ableitet – die zu einem Großteil auf die zentrale Lage und den großen Flughafen zurückzuführen sind.

Da werde ich auch in Diskussionen bei den Piraten sicherlich nicht immer in einer Linie mit der Mehrheit liegen.
IMG_1558.JPGApropos Piraten, wir haben tatsächlich am letzten Wochenende den Kreisverband Frankfurt aus der Taufe gehoben, trotz aller Widrigkeiten im Vorfeld und den Diskussionen um das Manifest, zu dem ich nach wie vor meine ganz spezielle Meinung habe…
Dennoch war das ein schöner Event mit feuchtfröhlichem Abschluss und entsprechender Beschädigung am nächsten Tag.

CIMG2502.JPGZurück zum blauen Himmel. Und dem Garten, der unter ihm wieder wächst und gedeiht – welche eine Labsal ist es, einfach mal in der Mittagssonne auf der Liege eine halbe Stunde zu schlafen. Und dann – wie wir heute – gemütlich in die faszinierende Stadt fahren, in der Moderne und Althergebrachtes so dicht beieinander sind.
CIMG2496.JPGDiesmal waren wir wegen eines (angekündigten) Flashmobs da, bei dem der Kölner Rekord der größten Kissenschlacht gebrochen werden sollte. 8.000 Leute hatten sich alleine auf wkw angekündigt, aber letztendlich waren es doch nur ein paar Hundert (immerhin), die mit Kissen aufeinander einprügelten und binnen kurzer Zeit die Hauptwache in eine Daunenwiese verwandelten.

Von den angekündigten Piratenmassen war dann nur der stets zuverlässige monges da, mit dem wir dann noch auf ein Bier (und eine Reihe Steaks für uns) ins Maredo einliefen, um im strahlenden Sonnenschein schon mal Sommer zu fühlen.

Einmal mehr fällt mir an solchen Tagen auf, wie sehr ich diese Stadt inzwischen mag und mir nicht mehr vorstellen kann, an anderer Stelle zu leben.

  1. Auf Island ist ein Vulkan ausgebrochen und die Aschewolke verbietet derzeit Flugverkehr über Europa. Sven schrieb: “Finde ich durchaus beeindruckend, dass ein kleiner Pups der Erde 1000e km weg mal eben einen 4tel Planeten auf den Boden holt.”