Ecuador & Galápagos Islands – 2012 | Teil 7

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07.03. Return to Santa Cruz
Der Wecker ist zu früh.

Das ist jedenfalls der erste Gedanke, als es gegen 5:00 Uhr morgens auf einen weiter bootlastigen Tag zu geht.
Als erstes steht der Transfer nach Santa Cruz zurück an, das Speedboat fährt um kurz nach sechs – diesmal haben wir aber keinen Platz auf der Flybridge, sondern müssen mit dem Innenraum vorlieb nehmen. Die See ist aber erneut so herrlich ruhig, dass das auch kein Problem darstellt.
Bei schönstem Wetter erreichen wir Puerto Ayora und laufen zum Hotel Mainao, wo es Frühstück gibt (auch wieder in atemberaubendem Tempo *g*).
Nach kurzem Check-In in unser gewohntes Hotel (diesmal mit riesigem Zimmer im ersten Stock) geht es wieder auf’s Boot, wenn auch auf ein wesentlich langsameres ;-) zu einer Tour entlang der Academy Bay.
Wir gehen in einer Brandungszone schnorcheln – superspannend, denn die Strömungen sind heftig und wir sind permanent mit Ausgleichsbewegungen beschäftigt, erst am nächsten Tag merke ich deutlich, wie trainierend das war. Tolle Fische sehen wir und Seelöwen schwimmen auch ein paar rum.
Es schließt sich ein Landgang an und zum Abschluss versuchen wir noch unser Glück auf dem steinigen Weg nach ‘Las Grietas’, wo ich aber kurz vor dem Ziel wegen zu steil und zu anstrengend kapitulieren muss.
Wir treffen die anderen am (langweiligen) Playa de los Alemanes  und erwarten dort demütig die Rückkehr des Guides und die Fahrt zum Hafen.
Es tritt eine gewisse Sättigung ein. Gut, dass der Urlaub jetzt langsam vorbei ist, wir freuen uns auf Zuhause.
Ein letztes Andenken wird noch erworben, ich kaufe mir eine Hängematte. Diese Farben…

08.03. The best boattrip
Am letzten vollen Urlaubstag haben wir aber noch einen echten Knaller. Erst geht es wieder quer über die Insel zum Kanal Itabaca mit dem Bus, aber diesmal sind wir wirklich wenige, unsere Gruppe + vier oder fünf andere, dafür ist die Yacht sehr groß und wir können uns großflächig verteilen, während wir nach Plaza Sur fahren.
Fregattvögel stehen während der halben Fahrt über dem Boot, als ob sie an Stangen befestigt wären, nur selten zeigen Flügel- oder Kopfbewegungen, dass es sich um echte Vögel handelt ;-)
Der Landungssteg auf Plaza Sur ist – wenig überraschend – von Seelöwen belegt, die sich nur gemächlich aus dem Weg machen, als unsere Gruppe die Insel betritt. Der Führer ist ein wenig unfreundlich und spricht auch dieses besondere Englisch, dass man wohl nur gut versteht, wenn man eigentlich kein Englisch kann *gg*. Aber er ist sehr kompetent und die längere Wanderung, die fast den ganzen Umfang der Insel beinhaltet, ist sehr kurzweilig.
Landschaft und Tiere sind sehr beeindruckend, die von den Seelöwen glattpolierten Steine zeigen, welche Wege diese Ohrenrobben teils quer über die Insel und an der Steilküste bis an den Klippenrand zurücklegen.
Entsprechend stinkt es auch entlang der Küstenlinien, so wie wir es auch von Cape Cross aus Nambia kennen (dort sind es Seebären).
Bevor wir zum Mittagessen wieder auf’s Boot gehen, präsentiert sich die von mir als Artikelüberschrift gewählte Szene – vier Spezies unter einer Kaktee friedlich beisammen. Postkartenidyll…

Das Mittagessen ist fantastisch und wir lassen es uns nach Kräften schmecken, bevor es wieder auf die gemütliche Rückfahrt geht.
Diese unterbrechen wir für einen Bade-/Schnorchelaufenthalt entlang des Kanals, diesmal machen wir aber nicht mit, sondern flezen uns an Bord mit den Kindles und den Kameras hin und harren der Wasserratten, die sich noch ein letztes Mal austoben dürfen :-)

Das Abschlussessen findet wieder in der ‘Zecke’ statt und wir bummeln ein letztes Mal durch die Straßen von Puerto Ayora.
Morgen geht es auf den 30-Stunden-Trip nach Frankfurt…

09.03. – 10.03. Teleporter please
Reisen ist schön, wenn nur die An- und Abreise nicht wäre.
Der Vorab-Check-In hat bei allen geklappt, nur bei Kathinka und mir nicht, von daher sind wir ein wenig unruhig in Guayaquil, nachdem wir den Check-Out im Hotel, die Fahr quer über die Insel, die Fähre nach Baltra, die Busfahrt zum Flughafen dort, den (kuriosen) Check-In bei Aerogal und den Flug auf’s Festland hinter uns gebracht haben.
Heike konnte einfach sitzen bleiben und weiter nach Quito fliegen, wir haben nach Ankunft gegen Mittag ausreichend Zeit, der Abflug nach Madrid erfolgt erst um kurz nach neun (und letztendlich gegen halb elf *sfz).
Interessanterweise bekommen wir in dem besseren Fastfood-Restaurant im Flughafen mit das beste Fleisch auf der ganzen Reise, das Steak ist perfekt zubereitet.
Wir kriegen ganz passable Plätze im Flieger und essen mit den anderen in der Abflughalle noch eine Kleinigkeit – und kaufen uns eine tolle Flasche Rum.
Dazu kommen wir gleich noch :-(
Mit erheblicher Verspätung in den Flieger und noch bevor jemand auf die Idee kommen kann, uns ein Abendessen aufzunötigen, pennen wir beide tief und fest. Und recht lang. Zumindest vergeht die Zeit ‘wie im Flug’ und wir erreichen Madrid am frühen Nachmittag, rechtzeitig für unsere Anschlussflüge.
MADRID. Der verdammnochmal beschissenste Drecksflughafen überhaupt. Besetzt mit Zombies, deren Sprache weder das Wort ‘Service’ noch ‘Denken’ kennt.
Einen Transitbereich braucht ein internationales Drehkreuz natürlich nicht, weswegen wir eine erneute Sicherheitskontrolle (von mir aus, wenn es ihnen damit besser geht) durchlaufen, bei der aber gnadenlos die Duty-free-Einkäufe aus Guayaquil beschlagnahmt werden.
Die Passagiere werden sehr ungehalten, was man mit dem Einsatz einer Staffel Guardia Civil kontert, die uns böse anstarren.
Der Rum ist somit weg. Was bin ich froh, dass das nur eine 20,00-Euro-Flasche war und kein 200,00-Euro Whisky.

Aber Madrid kommt nicht mehr in die Tüte und wenn ich über den Südpol fliegen muss. Unglaublich, mit welcher Ignoranz und gespielten Blödheit die Leute einen dort ins Leere laufen lassen.
Hinzu kommt ein ziemlicher Hass auf den Reiseveranstalter, der diesen Umstand einfach kennen muss und entsprechend vorwarnen sollte.
Aber egal, Hauptsache nach Hause.
Das klappt dann auch einigermaßen gut, zwar ist das Boarding wieder sehr spanisch und der Iberiaflieger kniescheibenbrechend winzig, aber egal, Hauptsache nach Hause.
Koffer sind da, Taxi nach Höchst, welcome to two days of Jetlag.

Ein fantastischer Urlaub, an den wir noch lange denken werden…

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