<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare für ... just down the blog</title>
	<atom:link href="http://peter.wenzlinge.de/comments/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://peter.wenzlinge.de</link>
	<description>signale aus dem uniwenzum</description>
	<lastBuildDate>Thu, 12 Apr 2012 13:09:33 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
	<item>
		<title>Kommentar zu Warum ich bei den Jungen Piraten kein Mitglied mehr bin von Sleeksorrow</title>
		<link>http://peter.wenzlinge.de/jupis_2012/comment-page-1#comment-1381</link>
		<dc:creator>Sleeksorrow</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 13:09:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://peter.wenzlinge.de/?p=2003#comment-1381</guid>
		<description>Hallo Laura,

ich persönlich finde diese bipolare Komponente des Briefs wirklich sehr sehr schlecht für das zu erreichende Ergebnis. Und diese Komponente findet sich ganz genauso auch wieder in Deinem Kommentar.

Du schreibst: &quot;Dass der Brief kein Gesprächsangebot, sondern eine Konfrontation war, stimmt natürlich.&quot; hingegen dann sofort wieder: &quot;Wir müssen dringend einen Weg finden, mit Diskriminierung umzugehen.&quot; Später dann &quot;Ein nettes, offenes Gesprächsangebot hätte für mich zu viel “könnte” und “sollte” und “vielleicht”.&quot; aber dann wieder sofort ein &quot;sondern auszuloten wie verbreitet Diskriminierung bei uns tatsächlich ist und was wir tun können&quot;

Immer wieder ein &quot;Reden geht nicht mehr&quot; vs. &quot;Wir müssen dringend reden&quot;.
Immer wieder das &quot;Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß&quot;.

Eigentlich ist es damit egal, welchen Ansatz ein beliebiger Leser des Textes bevorzugt, er wird immer von dem einen oder dem anderen Teil des Textes vor den Kopf gestoßen. Ein Garant für ein sogleich folgendes &quot;Ups, das ging denn wohl in die Hose...&quot;

Genauso ging es mir dann auch auf Twitter. Da ich in meiner Timeline viel Unterstützung für den offenen Brief erfahren hatte (ich zähle mich selbst zu den Unterstützern) und keinen, der den Brief abgelehnt hätte, wollte ich dieses &quot;ausloten&quot; mal tun. Ich habe meine Timeline gefragt, wie die Situation für sie so aussieht, wie schwer das Problem ihnen persönlich denn vorkomme, wo die Probleme denn zu sehen sind. Meine Fresse, hab ich Gegenwind bekommen, weil ich auch nur die Möglichkeit offen gelassen hatte, ich könne der Meinung sein, daß es nicht unglaublich unerträglich schrecklich ist. Mein neugieriges &quot;Wie seht ihr das&quot; wurde mir von denen verleidet, mit denen ich gerne zusammen gegen dieses Problem vorgegangen wäre. So arg viel scheint es hier nicht auszuloten zu geben, man kann nur entweder der Überzeugung sein, daß die Piraten nahe dem Sexismus/Rassismus Untergang stehen, oder man kann ein Relativierer sein. Nothing in between.

Jemand, der eine Grundlage sucht, aufgrund derer er hier irgendwas ausloten könnte und sich überlegen kann, was man machen könnte, fällt aber mal schneller ins große Loch, als er &quot;Mama, Papa, auf Wiedersehen&quot; twittern kann.

Ich will aber weder irgend etwas relativieren, noch will ich mich damit abfinden, daß wir im Endstadium sind und nur die aller schwersten Geschütze gerade noch ausreichen, um die Apokalypse abzuwenden.

So, nachdem ich lange genug lamentiert habe, formuliere ich auch noch meinen Wunsch: Ich würde es ober hammer klasse finden, wenn jemand, der in der Thematik schon drin steckt und daher aus den eigenen Reihen hoffentlich nicht so sehr angefeindet wird, eine Diskussionsgrundlage auf die Beine stellt, aufgrund derer man Fälle sammeln, diskutieren und bewerten kann. Wo jemand, der noch nicht in dem Thema ist, sich mit den Fakten vertraut machen kann. Und wo wir uns zusammensetzen können, um Gegenmaßnahmen zu entwickeln.

Liebe Grüße,
Daniel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Laura,</p>
<p>ich persönlich finde diese bipolare Komponente des Briefs wirklich sehr sehr schlecht für das zu erreichende Ergebnis. Und diese Komponente findet sich ganz genauso auch wieder in Deinem Kommentar.</p>
<p>Du schreibst: &#8220;Dass der Brief kein Gesprächsangebot, sondern eine Konfrontation war, stimmt natürlich.&#8221; hingegen dann sofort wieder: &#8220;Wir müssen dringend einen Weg finden, mit Diskriminierung umzugehen.&#8221; Später dann &#8220;Ein nettes, offenes Gesprächsangebot hätte für mich zu viel “könnte” und “sollte” und “vielleicht”.&#8221; aber dann wieder sofort ein &#8220;sondern auszuloten wie verbreitet Diskriminierung bei uns tatsächlich ist und was wir tun können&#8221;</p>
<p>Immer wieder ein &#8220;Reden geht nicht mehr&#8221; vs. &#8220;Wir müssen dringend reden&#8221;.<br />
Immer wieder das &#8220;Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß&#8221;.</p>
<p>Eigentlich ist es damit egal, welchen Ansatz ein beliebiger Leser des Textes bevorzugt, er wird immer von dem einen oder dem anderen Teil des Textes vor den Kopf gestoßen. Ein Garant für ein sogleich folgendes &#8220;Ups, das ging denn wohl in die Hose&#8230;&#8221;</p>
<p>Genauso ging es mir dann auch auf Twitter. Da ich in meiner Timeline viel Unterstützung für den offenen Brief erfahren hatte (ich zähle mich selbst zu den Unterstützern) und keinen, der den Brief abgelehnt hätte, wollte ich dieses &#8220;ausloten&#8221; mal tun. Ich habe meine Timeline gefragt, wie die Situation für sie so aussieht, wie schwer das Problem ihnen persönlich denn vorkomme, wo die Probleme denn zu sehen sind. Meine Fresse, hab ich Gegenwind bekommen, weil ich auch nur die Möglichkeit offen gelassen hatte, ich könne der Meinung sein, daß es nicht unglaublich unerträglich schrecklich ist. Mein neugieriges &#8220;Wie seht ihr das&#8221; wurde mir von denen verleidet, mit denen ich gerne zusammen gegen dieses Problem vorgegangen wäre. So arg viel scheint es hier nicht auszuloten zu geben, man kann nur entweder der Überzeugung sein, daß die Piraten nahe dem Sexismus/Rassismus Untergang stehen, oder man kann ein Relativierer sein. Nothing in between.</p>
<p>Jemand, der eine Grundlage sucht, aufgrund derer er hier irgendwas ausloten könnte und sich überlegen kann, was man machen könnte, fällt aber mal schneller ins große Loch, als er &#8220;Mama, Papa, auf Wiedersehen&#8221; twittern kann.</p>
<p>Ich will aber weder irgend etwas relativieren, noch will ich mich damit abfinden, daß wir im Endstadium sind und nur die aller schwersten Geschütze gerade noch ausreichen, um die Apokalypse abzuwenden.</p>
<p>So, nachdem ich lange genug lamentiert habe, formuliere ich auch noch meinen Wunsch: Ich würde es ober hammer klasse finden, wenn jemand, der in der Thematik schon drin steckt und daher aus den eigenen Reihen hoffentlich nicht so sehr angefeindet wird, eine Diskussionsgrundlage auf die Beine stellt, aufgrund derer man Fälle sammeln, diskutieren und bewerten kann. Wo jemand, der noch nicht in dem Thema ist, sich mit den Fakten vertraut machen kann. Und wo wir uns zusammensetzen können, um Gegenmaßnahmen zu entwickeln.</p>
<p>Liebe Grüße,<br />
Daniel</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Warum ich bei den Jungen Piraten kein Mitglied mehr bin von Senficon</title>
		<link>http://peter.wenzlinge.de/jupis_2012/comment-page-1#comment-1379</link>
		<dc:creator>Senficon</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 08:42:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://peter.wenzlinge.de/?p=2003#comment-1379</guid>
		<description>&gt; Selbstverständlich sind diskriminierende Äußerungen bereits die erste Konfrontation, aber bringt eine ebenso konfrontative Reaktion irgendeinen Gewinn (außer beschleunigter Eskalation)?
Meine persönliche Erfahrung ist, dass eine freundliche, diplomatische Herangehensweise oft insofern missverstanden wird, dass kein Handlungsbedarf besteht, weil ich ja augenscheinlich noch in der Lage bin, ruhig zu erklären, dass ich mich diskriminiert fühle. Also sei ja alles bestens, ich kann mich anscheinend gut alleine wehren. Aber was ist die richtige Reaktion, wenn ich mich nicht alleine wehren kann/will?
Wenn freundliche Hinweise zu keiner Besserung führen, dann ist es relativ menschlich, dass ich irgendwann deutlichere Worte wähle. Immerhin ist mir durch die Diskriminierung Unrecht widerfahren. Wenn dann die Aussage zu Gunsten der Form vernachlässigt wird, bekomme ich schnell das Gefühl, dass eine Beschwerde über Diskriminierung nichts bringt, außer dass ich selbst mich für seinen Ärger rechtfertigen muss, mein Verhalten also einer gründlicheren Kritik unterzogen wird als das der Person, die mich diskriminiert. Viele wollen sich dem in einer ohnehin schon emotional belastenden Situation nicht aussetzen und bleiben still.
Stilkritik ist legitim, aber sie sollte nicht die erste Antwort auf beklagte Diskriminierung sein, sonst führt das dazu, dass man sich lieber gar nicht mehr dagegen wehrt, weil das Verhalten der Person, die sich gegen Diskriminierung wehrt, stärker sanktioniert wird als das der Person, die diskriminiert.
Außerdem sind Menschen verschieden und auch wenn es die Ausnahme ist, kann ich aus eigener Erfahrung sagen - manche merken nicht durch freundliche Gespräche, sondern erst durch eine wütende Ansprache, dass ihr eigenes Verhalten verletzend ist. Und auch wenn der Brief konfrontativ ist - unsachlich oder aufbrausend ist er in meinen Augen nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt; Selbstverständlich sind diskriminierende Äußerungen bereits die erste Konfrontation, aber bringt eine ebenso konfrontative Reaktion irgendeinen Gewinn (außer beschleunigter Eskalation)?<br />
Meine persönliche Erfahrung ist, dass eine freundliche, diplomatische Herangehensweise oft insofern missverstanden wird, dass kein Handlungsbedarf besteht, weil ich ja augenscheinlich noch in der Lage bin, ruhig zu erklären, dass ich mich diskriminiert fühle. Also sei ja alles bestens, ich kann mich anscheinend gut alleine wehren. Aber was ist die richtige Reaktion, wenn ich mich nicht alleine wehren kann/will?<br />
Wenn freundliche Hinweise zu keiner Besserung führen, dann ist es relativ menschlich, dass ich irgendwann deutlichere Worte wähle. Immerhin ist mir durch die Diskriminierung Unrecht widerfahren. Wenn dann die Aussage zu Gunsten der Form vernachlässigt wird, bekomme ich schnell das Gefühl, dass eine Beschwerde über Diskriminierung nichts bringt, außer dass ich selbst mich für seinen Ärger rechtfertigen muss, mein Verhalten also einer gründlicheren Kritik unterzogen wird als das der Person, die mich diskriminiert. Viele wollen sich dem in einer ohnehin schon emotional belastenden Situation nicht aussetzen und bleiben still.<br />
Stilkritik ist legitim, aber sie sollte nicht die erste Antwort auf beklagte Diskriminierung sein, sonst führt das dazu, dass man sich lieber gar nicht mehr dagegen wehrt, weil das Verhalten der Person, die sich gegen Diskriminierung wehrt, stärker sanktioniert wird als das der Person, die diskriminiert.<br />
Außerdem sind Menschen verschieden und auch wenn es die Ausnahme ist, kann ich aus eigener Erfahrung sagen &#8211; manche merken nicht durch freundliche Gespräche, sondern erst durch eine wütende Ansprache, dass ihr eigenes Verhalten verletzend ist. Und auch wenn der Brief konfrontativ ist &#8211; unsachlich oder aufbrausend ist er in meinen Augen nicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Warum ich bei den Jungen Piraten kein Mitglied mehr bin von sparta</title>
		<link>http://peter.wenzlinge.de/jupis_2012/comment-page-1#comment-1378</link>
		<dc:creator>sparta</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 05:22:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://peter.wenzlinge.de/?p=2003#comment-1378</guid>
		<description>&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;color: #2d2d2d; font-size: 12px; line-height: 18px; text-align: justify;&quot;&gt;&gt;Es kann aber nicht sein, dass von Diskriminierung Betroffene das immer
&gt;freundlich und verständnisvoll erklären sollen.

Mal ganz plakativ: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?
Selbstverständlich sind diskriminierende Äußerungen bereits die erste Konfrontation, aber bringt eine ebenso konfrontative Reaktion irgendeinen Gewinn (außer beschleunigter Eskalation)?

&gt;Zum einen darf bei Betroffenen keine Bringschuld liegen, zum anderen finde
&gt;ich es auch nicht förderlich: auch das räumt Diskriminierung wieder eine
&gt;gewisse Legitimität ein. 

Wenn ich bei meinem Gegenüber etwas verändern will, wird mich &quot;lieb und nett&quot; mit Sicherheit eher an mein Ziel bringen als Konfrontation.
Auch werden die Ansichten meines Gegenübers durch mein lösungsorientiertes Verhalten nicht im Mindesten legitimiert, ganz im Gegenteil, mein eigener Standpunkt wird nur aufgewertet. Eskalation und die damit unweigerlich verbundenen Reibungsverluste werden minimiert und es besteht eine erheblich größere Chance auf eine positive Entwicklung.
BTW: Das gilt für alle Konfliktsituationen, themenunabhängig.
&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #2d2d2d; font-size: 12px; line-height: 18px; text-align: justify;">&gt;Es kann aber nicht sein, dass von Diskriminierung Betroffene das immer<br />
&gt;freundlich und verständnisvoll erklären sollen.</p>
<p>Mal ganz plakativ: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?<br />
Selbstverständlich sind diskriminierende Äußerungen bereits die erste Konfrontation, aber bringt eine ebenso konfrontative Reaktion irgendeinen Gewinn (außer beschleunigter Eskalation)?</p>
<p>&gt;Zum einen darf bei Betroffenen keine Bringschuld liegen, zum anderen finde<br />
&gt;ich es auch nicht förderlich: auch das räumt Diskriminierung wieder eine<br />
&gt;gewisse Legitimität ein. </p>
<p>Wenn ich bei meinem Gegenüber etwas verändern will, wird mich &#8220;lieb und nett&#8221; mit Sicherheit eher an mein Ziel bringen als Konfrontation.<br />
Auch werden die Ansichten meines Gegenübers durch mein lösungsorientiertes Verhalten nicht im Mindesten legitimiert, ganz im Gegenteil, mein eigener Standpunkt wird nur aufgewertet. Eskalation und die damit unweigerlich verbundenen Reibungsverluste werden minimiert und es besteht eine erheblich größere Chance auf eine positive Entwicklung.<br />
BTW: Das gilt für alle Konfliktsituationen, themenunabhängig.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Warum ich bei den Jungen Piraten kein Mitglied mehr bin von Matthias E. Kryn</title>
		<link>http://peter.wenzlinge.de/jupis_2012/comment-page-1#comment-1377</link>
		<dc:creator>Matthias E. Kryn</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 21:25:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://peter.wenzlinge.de/?p=2003#comment-1377</guid>
		<description>(Ah, schau. Das war von mir gar nicht so sarkastisch gemeint, wie es angekommen ist. Aber ist schon gut so.) Gelassenheit ist absolut okay. Wie ich andernorts lesen und lernen durfte: flausch :-) (http://wiki.piratenpartei.de/AG_Flausch).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(Ah, schau. Das war von mir gar nicht so sarkastisch gemeint, wie es angekommen ist. Aber ist schon gut so.) Gelassenheit ist absolut okay. Wie ich andernorts lesen und lernen durfte: flausch :-) (<a href="http://wiki.piratenpartei.de/AG_Flausch" rel="nofollow">http://wiki.piratenpartei.de/AG_Flausch</a>).</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Warum ich bei den Jungen Piraten kein Mitglied mehr bin von Laura Schmalenbach</title>
		<link>http://peter.wenzlinge.de/jupis_2012/comment-page-1#comment-1376</link>
		<dc:creator>Laura Schmalenbach</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 21:16:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://peter.wenzlinge.de/?p=2003#comment-1376</guid>
		<description>Da ich wesentlich an dem Brief mitgearbeitet habe, möchte ich gerne hierauf antworten.
Deine erste Kritik bezieht sich darauf, dass nicht deutlich gemacht wird, dass es sich nicht um ein piratenspezifisches Problem handelt. Ehrlich gesagt war für mich/uns so selbstverständlich, dass Diskriminierung ein gesellschaftliches Problem ist und nicht losgelöst von der Gesellschaft in einzelnen Gruppen existiert, dass wir nicht in Erwägung gezogen haben, das extra zu erwähnen. Die Kritik bezog sich auch nicht hauptsächlich auf das Vorkommen von Diskriminierung, sondern vor allem auf den Umgang innerhalb der Partei damit -- denn da müssen wir natürlich in der Partei ansetzen, auch wenn das Problem ein gesamtgesellschaftliche ist.
Dass der Brief kein Gesprächsangebot, sondern eine Konfrontation war, stimmt natürlich. Auch, dass Abwehrreaktionen bei so etwas vorhersehbar sind. Dass &quot; jeder Sender einer Nachricht [...] gut beraten [ist], sich Gedanken darum zu machen, wie die Nachricht beim Angesprochenen ankommt&quot; erinnert mich in dem Fall aber etwas an das häufig vorgebrachte &quot;wenn du dich diskriminert fühlst, erkläre das immer lieb und nett, schließlich willst du etwas von deinem Gegenüber&quot;. Es kann aber nicht sein, dass von Diskriminierung Betroffene das immer freundlich und verständnisvoll erklären sollen. Zum einen darf bei Betroffenen keine Bringschuld liegen, zum anderen finde ich es auch nicht förderlich: auch das räumt Diskriminierung wieder eine gewisse Legitimität ein. 
Natürlich geht es hier nicht darum, dass ein/e Betroffene/r direkt auf eine diskriminierende Aussage antwortet, sondern dass eine Gruppe von Betroffenen und Unterstützern den Umgang mit Diskriminierung kritisiert. Trotzdem finde ich den Tonfall dabei gerechtfertigt. Wir müssen dringend einen Weg finden, mit Diskriminierung umzugehen. Ich bin häufig wirklich bestürzt darüber, in welcher Form das Thema bisher oft diskutiert wird.  Ein nettes, offenes Gesprächsangebot hätte für mich zu viel &quot;könnte&quot; und &quot;sollte&quot; und &quot;vielleicht&quot;. Ein &quot;das geht so nicht&quot; in klaren Worten finde ich dem Fall angebracht.

Bei tirsales&#039; Reaktion hat sich mMn ein Missverständnis gezeigt, das möglicherweise bei einigen entstanden ist, nämlich dass der Brief sich an den Bundesvorstand/Vorstände richten würde. Empfänger ist aber einfach &quot;die Piratenpartei&quot; als Ganzes, vor allem die Basis.
Das &quot;Timing&quot; des Briefes wurde schon häufiger kritisiert (allerdings eher mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen). Wie du sagst, ist das Thema natürlich nicht neu: es beschäftigt sowohl Piraten als auch JuPis schon eine Weile. Warum gerade jetzt der Entschluss kam, etwas zu tun, weiß ich auch nicht genau. Aber wir werden immer viele Baustellen gleichzeitig haben und das Thema ist zu grundlegend und wichtig, um auf einen besonders günstigen Zeitpunkt zu warten. Wir haben da wirklich dringenden Klärungsbedarf. 
Es geht nicht darum, das Verhalten der Parteimitglieder &quot;auf Linie&quot; zu bringen,  sondern auszuloten wie verbreitet Diskriminierung bei uns tatsächlich ist und was wir tun können, um ihr eine klare Absage zu erteilen. Es geht dabei nicht unbedingt um Sanktionen &quot;von oben&quot; (das dann in extremen Fällen), sondern darum, dass wir selbst herausfinden, wo wir als Partei bei dem Thema stehen und wie wir als Basis damit umgehen. Dabei geht es auch darum zu verstehen, wie Diskriminierung aussieht und funktioniert -- dann muss auch niemand ständig überlegen, ob etwas, dass er/sie sagt, diskriminierend ist.
Wenn wir das für uns klären, können wir auch wirklich hinter der Aussage stehen, dass Diskriminierung bei uns zwar nicht ganz auszuschließen, aber nicht typisch für die Piraten ist.

Deinen Ärger über die Entstehung kann ich allerdings gut verstehen, und auch die Konsequenzen, die du daraus ziehst -- auch wenn ich es schade finde. Ich hatte mit der Veröffentlichung selbst nichts zu tun, deswegen kann ich dazu nicht wirklich was sagen. Ich habe nur mitbekommen, dass es ein Pad dazu gab, an dem ich dann mitgearbeitet habe. Dass das so gelaufen ist, tut mir/uns leid.

Liebe Grüße, Laura</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich wesentlich an dem Brief mitgearbeitet habe, möchte ich gerne hierauf antworten.<br />
Deine erste Kritik bezieht sich darauf, dass nicht deutlich gemacht wird, dass es sich nicht um ein piratenspezifisches Problem handelt. Ehrlich gesagt war für mich/uns so selbstverständlich, dass Diskriminierung ein gesellschaftliches Problem ist und nicht losgelöst von der Gesellschaft in einzelnen Gruppen existiert, dass wir nicht in Erwägung gezogen haben, das extra zu erwähnen. Die Kritik bezog sich auch nicht hauptsächlich auf das Vorkommen von Diskriminierung, sondern vor allem auf den Umgang innerhalb der Partei damit &#8212; denn da müssen wir natürlich in der Partei ansetzen, auch wenn das Problem ein gesamtgesellschaftliche ist.<br />
Dass der Brief kein Gesprächsangebot, sondern eine Konfrontation war, stimmt natürlich. Auch, dass Abwehrreaktionen bei so etwas vorhersehbar sind. Dass &#8221; jeder Sender einer Nachricht [...] gut beraten [ist], sich Gedanken darum zu machen, wie die Nachricht beim Angesprochenen ankommt&#8221; erinnert mich in dem Fall aber etwas an das häufig vorgebrachte &#8220;wenn du dich diskriminert fühlst, erkläre das immer lieb und nett, schließlich willst du etwas von deinem Gegenüber&#8221;. Es kann aber nicht sein, dass von Diskriminierung Betroffene das immer freundlich und verständnisvoll erklären sollen. Zum einen darf bei Betroffenen keine Bringschuld liegen, zum anderen finde ich es auch nicht förderlich: auch das räumt Diskriminierung wieder eine gewisse Legitimität ein. <br />
Natürlich geht es hier nicht darum, dass ein/e Betroffene/r direkt auf eine diskriminierende Aussage antwortet, sondern dass eine Gruppe von Betroffenen und Unterstützern den Umgang mit Diskriminierung kritisiert. Trotzdem finde ich den Tonfall dabei gerechtfertigt. Wir müssen dringend einen Weg finden, mit Diskriminierung umzugehen. Ich bin häufig wirklich bestürzt darüber, in welcher Form das Thema bisher oft diskutiert wird.  Ein nettes, offenes Gesprächsangebot hätte für mich zu viel &#8220;könnte&#8221; und &#8220;sollte&#8221; und &#8220;vielleicht&#8221;. Ein &#8220;das geht so nicht&#8221; in klaren Worten finde ich dem Fall angebracht.</p>
<p>Bei tirsales&#8217; Reaktion hat sich mMn ein Missverständnis gezeigt, das möglicherweise bei einigen entstanden ist, nämlich dass der Brief sich an den Bundesvorstand/Vorstände richten würde. Empfänger ist aber einfach &#8220;die Piratenpartei&#8221; als Ganzes, vor allem die Basis.<br />
Das &#8220;Timing&#8221; des Briefes wurde schon häufiger kritisiert (allerdings eher mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen). Wie du sagst, ist das Thema natürlich nicht neu: es beschäftigt sowohl Piraten als auch JuPis schon eine Weile. Warum gerade jetzt der Entschluss kam, etwas zu tun, weiß ich auch nicht genau. Aber wir werden immer viele Baustellen gleichzeitig haben und das Thema ist zu grundlegend und wichtig, um auf einen besonders günstigen Zeitpunkt zu warten. Wir haben da wirklich dringenden Klärungsbedarf. <br />
Es geht nicht darum, das Verhalten der Parteimitglieder &#8220;auf Linie&#8221; zu bringen,  sondern auszuloten wie verbreitet Diskriminierung bei uns tatsächlich ist und was wir tun können, um ihr eine klare Absage zu erteilen. Es geht dabei nicht unbedingt um Sanktionen &#8220;von oben&#8221; (das dann in extremen Fällen), sondern darum, dass wir selbst herausfinden, wo wir als Partei bei dem Thema stehen und wie wir als Basis damit umgehen. Dabei geht es auch darum zu verstehen, wie Diskriminierung aussieht und funktioniert &#8212; dann muss auch niemand ständig überlegen, ob etwas, dass er/sie sagt, diskriminierend ist.<br />
Wenn wir das für uns klären, können wir auch wirklich hinter der Aussage stehen, dass Diskriminierung bei uns zwar nicht ganz auszuschließen, aber nicht typisch für die Piraten ist.</p>
<p>Deinen Ärger über die Entstehung kann ich allerdings gut verstehen, und auch die Konsequenzen, die du daraus ziehst &#8212; auch wenn ich es schade finde. Ich hatte mit der Veröffentlichung selbst nichts zu tun, deswegen kann ich dazu nicht wirklich was sagen. Ich habe nur mitbekommen, dass es ein Pad dazu gab, an dem ich dann mitgearbeitet habe. Dass das so gelaufen ist, tut mir/uns leid.</p>
<p>Liebe Grüße, Laura</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

