Jahresrückblick 2011.2

sparta | Dezember 31st, 2011 - 15:20

 

Land unter.

Nicht das Jahr generell, aber zu Jahresbeginn in unserer Heimatstadt. Der Main führt Hochwasser, wenn auch glücklicherweise sehr weit von den Pegelmarken am Tor zum Schlossplatz entfernt.

Nein, das Jahr war gut. Viel entspannter als 2010, keine Katastrophen, keine größeren Beschwerden.

[...]

Jahresrückblick 2011.1

sparta | Dezember 17th, 2011 - 19:00

Zugenommen oder abgenommen?
Unverändert, mal ein wenig hoch, mal ein wenig runter.
Essen schmeckt.

Haare länger oder kürzer?
Kurz und gut.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Unverändert.

Mehr Kohle oder weniger?
Weniger. Wir haben zwar ein paar gute Anlagen getätigt, uns aber auch ein wenig Luxus gegönnt.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Schon eine Ecke mehr. dem wheels ain’t cheap

Mehr bewegt oder weniger?
Alles in allem mehr vermutlich. Auf niedrigem Niveau, versteht sich.
Eine ungeplante Nachtwanderung. Felsen und Dünen.
Wege zu und Bewegung auf Konzerten. Beatsteaks, ahem.

Der hirnrissigste Plan?
Die administrative Planung und Orga für die openmind #om11 zu machen.
Hat mich wirklich an die Grenze meiner Leistungsfähigkeit gebracht :-/
Allerdings war die Veranstaltung auch ausnehmend gelungen und hat tierisch Spaß gemacht.

Die gefährlichste Unternehmung?
Vier Tage JuPi-/Hessencamp. Chronische Leberschäden sind noch das mindeste…

Der beste Sex?
Nicht lange her. Hui…

Die teuerste Anschaffung?
Der BMW.

Das leckerste Essen?
Das Impala-Steak in Swakopmund/Namibia.
Aber das jetzt auch für Heiligabend geplante Wildschweingulasch ist grandios.

Das beeindruckendste Buch?
Side Jobs
How to be idle *g*

Der ergreifendste Film?
Ergreifend, naja. ‘Paul’ fand ich einfach genial.
Allerdings habe ich viele Filme gesehen, darunter auch ein paar echte Highlights:
‘True Grit’,  ’Blitz’ und die großartige Verfilmung von ‘A game of thrones’ seien an
dieser Stelle genannt.

Die beste CD?
Der Tron-Legacy Soundtrack von Daft Punk lief sehr prominent auf meinen Anlagen. Zu Jahresanfang dominierten Atomship mit ihrem zeitlosen Album “The crash of  ’47″, später dann Biffy Clyro (“Only revolutions”).
Der Preis geht aber an Puscifer  ”Conditions of my parole”. Maynard zeigt mal wieder, wo es lang geht…

Das schönste Konzert?
Was für ein Konzertjahr.
Von der Stimmung und den Leuten und der guten Laune: Beatsteaks
Von der Show und Sound: Rammstein
Vom Kuschelfaktor und Charakter: Joseph Arthur

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Dem Notebook ;-)
Schmarrn, natürlich mit Kathinka. Und das ist auch gut so.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Definitiv Kathinka und zwar vor allem in unserem ersten großen Urlaub nach langer Zeit.

Vorherrschendes Gefühl 2011?
Das klappt, das klappt…

2011 zum ersten Mal getan?
 Auf eine Düne gestiegen, in der Wüste gebadet, einen Felsenpython (und x andere Viecher) in der freien Wildbahn gesehen, den Äquator überquert. Halt nahezu alles, was unter der Überschrift Namibia hier im Blog steht.

2011 nach langer Zeit wieder getan?
Einen großen Urlaub im weit entfernten Ausland mit Kathinka. Was war das toll…

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Unmenschlichkeit
Ungerechtigkeit
und ein paar andere…

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass es sich lohnt, um Freundschaften zu kämpfen.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Die Freikarten für Joseph Arthur – auf der materiellen Ebene.
Ansonsten… eine Freundschaft…  (6,5 of 9)

2011 war mit einem Wort …?
Anspruchsvoll.

Ein Sommertag

sparta | März 15th, 2011 - 14:52

… im März.

In Japan hat es ein schreckliches Erdbeben gegeben, in der Folge hat ein Tsunami im Nordosten von Honchu unzählige Menschen getötet und unfassbare Verwüstungen angerichtet. Die ganze Welt weiß auf einmal, dass es Fukushima und dort ein großes Kernkraftwerk gibt, bei dem es nach ein paar wohl minderschweren Explosionen jetzt einen Reaktor beschädigt hat.
Die Größenordnung der Katastrophe wird derzeit mit einer Stufe unter der von Tschernobyl bewertet und insbesondere in Deutschland schlägt die Debatte um die Kernkraft gerade voll durch. Wahlkampf ist, ein paar Landtagswahlen stehen an, die Kommunalwahl hier in Hessen auch.

Ich schreibe nach längerer Zeit mal wieder Mails mit einer Freundin, die zu ihren Ungunsten bei diesem Wetter krank ist.

In Bahrain mault das Volk gegen die Herrscherfamilie, da haben die anderen Monarchien rundherum jetzt mal ordentlich Militär hingeschickt, um den bestehenden Laden zu schützen.

Es klingelt und vor der Tür steht ein Müllwerker der Frankfurter Entsorgungsbetriebe, der sich furchtbar aufregt, weil sich jemand per E-Mail beschwert hat, dass man die Mülltonnen unserer eindeutig benummerten Hinterhofhäuser nicht geleert habe. Der Mann spricht (und versteht) Deutsch leider schlecht und lässt zur Sache kaum mit sich reden. Dennoch erfahre ich, dass die E-Mail von einer Anja Schäfer (Name geändert) stammt.
Eine solche wohnt hier aber gar nicht, von daher ist der Sachverhalt einfach, es liegt eine Verwechselung vor.
Dem aufgebrachten Mann in seiner neon-orangenen Arbeitskleidung ist das aber nicht so leicht beizubiegen, der hat sich in ein Maß der Empörung geschafft, das (auch) nicht so leicht wieder runterzukühlen ist…
In einer Kurzkonferenz mit seinen Kollegen und einer Nachbarin, die sich nicht nur als Anja Schäfer, sondern vor allem neu zugezogen und von daher nicht ganz im Bilde der durchaus unlogischen (aber eindeutigen!) Hausbenummerung entpuppt, klärt sich die Angelegenheit dann aber doch.

Die Sonne knallt runter, es ist im Sweatshirt viel zu warm im Garten.

In Libyen herrscht Bürgerkrieg.
Hier redet man über die Aussetzung der Laufzeitverlängerung für die deutschen Kernkraftwerke.

Ein Sommertag im März.

Kultur und (Fernseh-)Bildung

sparta | Februar 27th, 2011 - 09:51

 

Das war ein gut gepackter Tag. Nach ordentlicher Coffein-Aufnahme machten Kathinka und ich uns gegen 10 Uhr auf in die Stadt, auf dem Programm steht ein gutes Frühstück und anschließend Kultur.
Am Kornmarkt 11 in der Nähe der Hauptwache ist das Leib & Seele, für das unser Gutscheinheft ein 2 für 1 Frühstück vorsieht – und das lohnt sich durchaus, wie man sehen kann.
Nette Lokalität, auffallend hohe Zahl an Bedienkräften, schnell und aufmerksam. Nichts zu meckern.

Mit einem Verdauungstrakt, der den Hinweis ‘wegen Überfüllung geschlossen’ trägt, geht es dann im strahlenden Sonnenschein durch die Frankfurter Innenstadt langsam in Richtung Schirn, wo wir mit Helmut verabredet sind.
‘Surreale Dinge’ locken.
Und begeistern.
Der Aufgang zur Ausstellung ist ein wenig arg geisterbahnig und nicht alle Ojekte dort können überzeugen, die Ausstellung selbst rockt.
Kopfkino vom Feinsten bei einigen Stücken, ‘bedenklich’ ist ein vielgebrauchtes Adjektiv und wir haben Spaß. Insider: ‘Drahtfigur’.
Nach einer guten Stunde Rühren im Realitätsverständnis trennen sich unsere Wege, Kathinka und ich fahren gen Höchst, wo ich umgehend ins Auto hüpfe und nach Wiesbaden fahre, der Nachmittag ist für Herrn Urbach eingeplant, der zu meiner großen Freude schon wieder den Weg in die hessische Heimat gefunden hat.
IMG_0860.JPGFrisch vom Internetkongress der hessischen CDU gekommen, lese ich ihn nach einigen Irrungen durch Wiesbaden (grauenvoll, wie die Verkehrsführung verschlimmbessert wurde) an der Friedrichstraße auf und wir begeben uns erst mal ins Café Klatsch, den Kaffeespeicher auffüllen, bevor es uns nach Mainz verschlägt, wo Stephan einen Termin beim SWR hat.
Ja, Fernsehen.
Für die ARD. Aber nicht für die Piratenpartei, sondern Telecomix / WeRebuild.
Stefan (können die Leute nicht mal anders heißen, man könnte fast meinen, es hätte eine Zeitlang nur einen Vornamen für Jungs gegeben), der zuständige Redakteur, greift uns im Foyer ab und führt uns zur Recording location. “Bestimmt ein tolles Studio mit faszinierender Technik” denkt man ja gerne, es fällt aber gleich die Anmerkung ‘das wird jetzt bestimmt ein wenig entmystifizierend’.
Jo.
IMG_0893.JPGDas ist ein ganz gewöhnliches Büro mit ein paar an die Schränke gepinnten Lampen, es ist saueng, weil wir uns natürlich zu fünft drin drängeln, Herr Urbach, der Redakteur, der Kameramann, dessen Assistent und meine Wenigkeit.
Nach ein wenig Umsetzerei ist die perfekte Einstellung gefunden und der Interview-Teil beginnt. Die Fragen waren bekannt und Herr Urbach hat seine Nervosität gut im Griff, redet flüssig und anschaulich über den Themenkomplex. Agents, Datalove, IRC, Modems, freie Kommunikation – manches muss erläutert werden, vieles kann einfach gehalten werden, es sind nur wenige Wiederholungen notwendig.
IMG_0883.JPGEs folgt der Teil ‘Landschaftsaufnahmen’. Hände auf dem (beleuchteten) Keyboard, Arbeitsillusionen, diverse Einstellungen von allen möglichen Winkeln. Herr Urbach gibt den fleißigen Hacker überzeugend. Und wir haben nicht nur wegen  Bemerkungen über Ringe viel Spaß…
Dann haben wir es auch geschafft – für die vielleicht 2 min am Montag in den Tagesthemen oder dem Nachtjournal sind fast zwei Stunden drauf gegangen und wir sind erstaunlich platt, aber auch angenehm entspannt.
‘I’ve already made it…’ – immer wieder begeisternd und mit einem kalten Bier versehen, fahren wir nach Hanau, wo ich meinen lieben Freund für eine lange Nacht (wenn man dem Twitter-Stream glauben darf) absetze, bevor ich für einen sehr geruhsamen Abend zu meiner Süßen heimkehre.

Montag werden die Aufzeichnungsgeräte glühen, ich bin sehr gespannt, was letztendlich seinen Weg in die entsprechenden Sendungen finden wird.