Come join us

sparta | Juli 6th, 2011 - 16:45

 

 

Das konzertlastige Jahr 2011 schreitet fort – ein Ausflug nach Würzburg stand an.

Zur Eröffnung ihrer Deutschland-Tour spielten Bad Religion in der Posthalle.
Zusammen mit den herausragenden Herren @kaifuzius und @supaheld machte ich mich bei strahlend schönem Wetter am Nachmittag auf, die zumeist widerliche A3 unter die Räder zu nehmen und wiewohl es in den Feierabendverkehr hineinging, kamen wir zügig durch – bis ich diesen Umstand erwähnte…
Von ‘Ich bin zufrieden, wir kommen gut voran’ bis zum absoluten Stillstand und mehr als tröpfelndem Vorankommen waren es vielleicht 10 min.

Letztlich verfehlten unseren angestrebten Zeitplan um 45 min.
Das machte aber wenig, denn ein kostenloser Parkplatz gegenüber vom Bahnhof war kein Problem und nachdem wir uns noch mit einem Bratwurst-Brötchen versorgt hatten, ging es auch schon in die Halle, die in Vollauslastung um die 2.500 Personen fasst, aber auf ca. ein Drittel dieser Kapazität eingeschrumpft und abgesperrt war.
‘Es ist ausverkauft’ bekam da schon eine andere Note :-)
Bei der Organisation fielen uns vor allem die sehr fairen Preise bei den Merchandise-Artikeln auf, ein T-Shirt für 15,00 Euro ist absolut okay.
Des weiteren sollte uns der akkurate Ablauf überraschen, noch selten war ich auf einem Konzert mit derart präzisem Zeitplan.
Einlass 19:00 Uhr und um 20:00 Uhr begannen ‘Adolescence’ im Vorprogramm.
Auch nicht mehr die Jüngsten…
Nach exakt 30 min. war Schluss.
Bühnenumbau.
Um 21:01 Uhr starteten Bad Religion ihre Show und begannen mit ‘Resistance’ von der aktuellen Scheibe ‘The Dissent of Man’ eine Setlist, die ich in großen Teilen genauso selbst zusammengestellt hätte.
’21st century digital by’, ‘Los Angeles is burning’, ‘Cyanide’, ‘No control’ und dann sogar ’1000 more fools’ – das erste Stück, das ich von Bad Religion seinerzeit hörte.

‘Come join us’, ‘New dark ages’.
Die Halle kocht, es ist brutal heiß und die Stimmung wie auch das Publikum sind vom Feinsten.
‘Generator’ in der ‘Festival-Version’, zum Wegschmeißen komisch, die Zugabe beginnt mit ‘American Jesus’ und endet ein paar Stücke später mit ‘Sorrow’ \o/.
Knapp 80 min. sind zwar recht wenig, aber trotzdem auch ausreichend, immerhin sind darin mindestens doppelt soviele Stücke enthalten wie bei anderen Bands im selben Zeitraum *g*

Wir sind auch entsprechend durch, total verschwitzt und die Kollegen ausreichend bebiert (Fahrer sein sucks *g*)

Die Rückfahrt verläuft stressfrei.
Mitleid mit den armen Leuten, die bei Marktheidenfeld immer noch oder schon wieder im Stau stehen, nachts, Baustelle, ein LKW am anderen, alle Parkplätze dicht – es gibt wahrlich Schöneres…
A thousand more fools are being born every fucking day…

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Joseph Arthur (why I didn’t see the Tiger Lillies)

sparta | Juni 1st, 2011 - 11:00

Was habe ich mich im Januar gefreut, als ich erfuhr, dass die sagenhaften Tiger Lillies nach Frankfurt kommen, diese Truppe, die ich einst durch Sandra und Frank kennenlernte und mit der ich bestimmt so einige angesteckt habe.
Wir wollten schön zu dritt hin, alles fein.

Dann sehe ich mehr aus den Augenwinkeln am letzten Freitag, dass Joseph Arthur auf Facebook Tickets für sein Konzert am Sonntag verlost.
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhh.
Verdammt.
Aber egal, bei der Verlosung machen wir mit und was passiert – wir gewinnen zwei Freitickets.
Also gut, Tiger Lillies sind groß, zweifellos, aber an meine Begeisterung für Joseph kommen sie nicht ran. Hektisch rumgetwittert und am nächsten Tag auf dem Kreisparteitag ordentliches Kartenverschieben gemacht und bin unsere beiden tatsächlich los geworden :-)
Am Sonntag abend dann gemütlich in die Brotfabrik nach Hausen gefahren, Parkplatz DIREKT vor dem Eingang, fängt schon nett an und sollte so weitergehen. Wir stehen auf der Guestlist, es gibt Schneider Weisse und als wir dann in der ersten Reihe mit einem Tisch neben unseren beiden Stühlen so sitzen, fühlen wir uns doch sehr wohl.
Das Konzert (auf dieser Tour mit einem Bild, dass er während des Konzertes malt) beginnt um viertel nach acht und er spielt tatsächlich die gesamte neue CD durch, Stücke, die mir/uns zwar nicht geläufig, aber trotzdem wunderschön sind. Sound ist großartig, nicht zu laut und das Mix der vielen Loops, Sologitarre und Stimme funktioniert auch gut.
Bei der Zugabe räumt Joseph das Mikro weg, stellt den Amp als Sitzfläche hin und spielt fast eine halbe Stunde akustisch (‘What do you want me to play?’).

Fantastisch.

Nach Konzertende komme ich mit Rainer ins Gespräch, der mir Live-Mitschnitte verspricht (er hatte einige Songs gefilmt und reist wohl auf der ganzen Tour hinterher…).
Dann gibt es auch schon die CDs mit dem Live-Mitschnitt vom Konzert und ich ergattere noch eine persönliche Widmung und ein Autogramm von Joseph Arthur, der wirklich ein ausnehmend netter und zugänglicher Kerl ist.

Mittlerweile sind auch die Mitschnitte von Rainer eingetroffen *freu* und ich krieg mich kaum ein über soviel Engagement und Freundlichkeit.
Du hast riesig was gut bei mir!

Tracklist (via Rainer/Lonely Astronauts Forum)Live_110528
Face in the crowd
Out on a limb
Gypsy faded
Blue lips
This is still my world
Almost blue/Your only job
Watch our shadows run
Over the sun
Call
Someone to love
Midwest
Horses
Love never asks you to lie
I donated myself to the Mexican army *
Exhausted *
Tattoo *
Ashes everywhere *
In the sun *
Invisible hands (painting)
* off mic

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Iron & Wine in Frankfurt 14.02.2011

sparta | Februar 20th, 2011 - 11:06

Wenn ich mir die Rezension in der FAZ so durchlese, habe ich den Eindruck, ich wäre in weiten Teilen auf einem anderen Konzert gewesen.
Meine Kurzzusammenfassung lautet: Sound zu Anfang miserabel, wunderschöne Versionen von ein paar Stücken, beleidigend kurzer Gig, komatöses Publikum.
Fangen wir bei letzterem an: die FAZ nennt es ‘andächtige Aufmerksamkeit’, ein zweifellos bezaubernder Euphemismus…
Wollen wir durchaus mal zugute halten, dass weder Tift Merritt, die das Vorprogramm solo bestreitet, noch der gute Sam Beam zu wildem Pogo animieren.
Die statische Bewegungslosigkeit der versammelten Menschen im Mousonturm – selbst bei durchaus rockigeren Anklängen wie zum Beispiel ‘Woman King’ – ist allerdings bedenklich. Das Mädchen vor uns schreibt in einer SMS an ihren Freund, dass ihr elektrischer Fensterheber kaputt gegangen ist und eine ähnliche Relevanz scheinen auch einige andere der Show an sich zuzumessen.
So ist es dann auch kein Wunder, dass der nach Normalprogrammende schon mühselig wieder herbeigeklatschte Sam Beam nach genau einem Stück als Zugabe aufhört, das Licht angeht und die Menge spontan das Klatschen einstellt und nach Hause geht.
80 Minuten ist nun auch wirklich ein Witz in Dosen, wenn man sich das ganze Oeuvre von Iron&Wine vor Augen führt.

Fantastisch sind allerdings die Interpretationen von ‘Woman King’, ‘Cinder and Smoke’, ‘Lion’s Mane’ und ‘Naked as we came’, mit dem das Konzert beginnt. Die ganze Setlist findet sich hier.
Alles in allem war das schon kein schlechtes Konzert, es hätte aber richtig gut werden können.
Wenn denn nur…

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2010.2 – der Jahresrückblick

sparta | Dezember 30th, 2010 - 16:53

Vorgestern abend saßen wir zusammen im ‘Brückenkopf‘ in Hanau und feierten den letzten MKK-Stammtisch mit Stephan – mein lieber Freund geht nach Berlin zum 03.01. und so waren die Gefühle reichlich gemischt, Vorfreude zum einen, die Begeisterung über die vielen guten Freunde, die gekommen waren und der unweigerliche, tränendurchsetzte Abschiedsschmerz…
Ich liebe dich, mein Freund, du wirst mir unendlich fehlen und ich werde häufig nach Berlin müssen ;-)

Ein guter Aufhänger aber, um einmal das Jahr 2010 ausführlich Revue passieren zu lassen, denn das Jahr wurde zum Großteil durch meine Freunde bestimmt und es war ein unglaubliches Jahr. “So gut?” wurde ich eben im Chat gefragt.
Gut?
Nein, es war zwar vieles gut, aber ein gutes Jahr sieht für mich anders aus. 2010 war vor allem… intensiv. Ich geh mal durch meine Bilder, Blogbeiträge und versuche mich an den Highs und Lows.
[...]

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