Billig behütet

sparta | Juli 30th, 2010 - 21:21

“Nenene, das ist ein Fehler auf der Webseite,” sagte der Verkäufer und lächelte ein wenig mitleidig “das ist ein Shoei, die gibt es nicht soo billig.”

“Aha”, sage ich und überlege kurz, ob Phil sich seinen Bericht vielleicht nur ausgedacht hat…NEIN

Irgendwie war das Mitleid auch eher auf meiner Seite, an Stelle des Verkäufers wäre ich wohl auch von den Socken gewesen. Fakt ist nämlich, dass bei Polo gerade die Endurohelme von Shoei für ‘en Appel und ‘en Ei rausgehauen werden und wenn ich das nicht bei Phil gelesen hätte, wäre mir das komplett entgangen und ich hätte mich nicht wenig geärgert.

So aber konnte ich den1 jungen Mann, der ein wenig fassungslos den Blogbeitrag las2, davon überzeugen, dass man mit ihm keinen hässlichen Streich spielt, sondern es sich tatsächlich um ein schwer zu begreifendes Phänomen handelt.
Nun war aber nur noch ein Hornet DS in L im Regal und die Nachbestellungsfront sah schlecht aus. Wirklich schade, weil er mir in dem matt-anthrazit schon gut gefiel. Aber ‘L’ geht gar nicht, beim ersten Blick in den toten Winkel dreht der sich rum und ich guck ins Schwarze ;-)
“Mist” sag’ ich zu dem jungen Mann, “das ist jetzt echt schade” 3
“Hm. Ich hätte den auch noch in ‘S’ am Lager, aber da ist das Visier kaputt…

… das könnte ich aber gegen das von dem in ‘L’ tauschen, wäre das okay?”
<breitgrinz>
<nochbreitergrinz> Nach dem Aufsetzen, der passt wie angegossen…

Und so kommt es, dass auf einmal meine Arai-Only-policy sich mit einem Shoei Hornet DS auf der Ablage auf der Garderobe anfreunden darf.

Achso, der Preis.
459,95 € bisher.
Runtergesetzt auf 199,95 €.
SSV (-30%) 139,97 €.

Dreihundertzwanzig Euro weniger als vor ein paar Tagen4
Ich find das richtig gut ;-)


  1. übrigens supernetten und unglaublich bemühten
  2. so ein Smartphone kann SEHR hilfreich sein
  3. und spekuliere heimlich auf eine Onlinebestellung, jetzt wo ich die Größe kenne. Ich mach sowas nicht gerne, aber wenn es keine andere Möglichkeit gibt…
  4. Wenn du dir so einen Helm vor zwei Wochen gekauft hast, dann drehst du doch jetzt am Rad, oder?

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Personal history reloaded

sparta | Juli 18th, 2010 - 08:26

Vor 15 Jahren haben wir (meine damalige Frau und ich) uns ein Wochenendhaus mit dazugehörigem Grundstück im Rheingau zugelegt. Zuerst zur Miete, nach zwei Jahren haben wir die Erbpacht dann gekauft.
Hintergrund war, dass unsere damalige Wohnung keinen Balkon oder Gartenanteil hatte, wir aber den Wunsch nach ‘draußen’ verspürten. Ich war die Wochenend-Geschichte von meinen Eltern schon gewöhnt, die sich das Nachbar-Grundstück 1971 auf ähnlichem Wege (erst Miete, dann Kauf) zugelegt hatten.
Die Ruhe und die tolle Aussicht fand ich auch extrem faszinierend, dennoch wurde das Häuschen überflüssig, als wir vor ein paar Jahren selbst bauten und – nicht nur zur Eigenkapitalerhöhung – Haus und Grundstück im Rheingau verkauften.
Durch die mittlerweile eingetretenen Umstände bin ich aber nun in den Besitz der Liegenschaft meiner Eltern, bzw. meiner Mutter gekommen und als wir am letzten Freitag erstmals auf ‘unserem’ Grundstück waren, hatte ich ein sehr zwiespältiges Gefühl.
Ursprünglich waren wir überein gekommen, das Ding auch zu verkaufen, weil wir es ja doch nicht nutzen und es nur Arbeit macht.

Hm.
Das sehe ich seit letzter Woche aber irgendwie anders, nachdem ich gemerkt habe, dass es gar nicht soo viel Aufwand bedeutet, Hütte und Grundstück in zumindest einigermaßen erträglichem Zustand zu erhalten – und die Ruhe, Abgeschiedenheit, der tolle Ausblick und die Natur sind aber nach wie vor so überreichlich vorhanden, dass auch unser wirklich tolles Haus und Grundstück in Frankfurt nicht so ganz mitkann…
Ich habe mich jedenfalls entschlossen, das Wochenendgrundstück erst mal nicht zu verkaufen und im Sommer zumindest tageweise zu nutzen. Nicht zuletzt liegt es von Frankfurt aus gesehen am Ende einer wirklich ausnehmend schönen Moppedstrecke.

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Day(s) of thunder

sparta | Juli 4th, 2010 - 09:14

Ja, wie jetzt?
War da nicht was von ‘Mopped fahren bringt es irgendwie nicht mehr’?

Hmja. Diese Aktion letzte Woche war nicht notwendigerweise von Stringenz und Konsequenz getragen, aber hey – das ist mir doch sowas von egal ;-)

Eigentlich wollte ich ja nur die VFR verkaufen, die mir jetzt zwar über 5 Jahre treue Dienste geleistet hatte, aber ich fahr ja wirklich kaum noch, zumindest ist sie in den letzten beiden Jahren für vielleicht 1,5 Mm vom Stellplatz runter gekommen.
Verkaufen war daher die Vernunftoption.
In drm schrieb ich:

Also ab nach mobile.de mit dem Ding.

Dann war erst mal Ruhe. Offensichtlich nicht die attraktivste Braut,
denn es meldet sich kein Schwein.
Und als ich mir Ende letzter Woche dachte 'na fein, dann behalt ich sie
eben', ruft doch einer an. Kommt vorbei am Samstag und ist begeistert.
Mist.
Ich hätte sie doch nicht inserieren sollen.
Am Sonntag findet er sie immer noch toll und holt sie ab.

Hinzu kam, dass ich am Samstag auf Nicoles Geburtstagsparty mit ihrer Schwester Vanessa über Moppeds plauderte, wobei Vanessa sagte, dass sie sich am liebsten eine Ducati Hypermotard kaufen würde.
Hm, ein sehr interessantes Mopped, die fand ich auch schon immer sehr schick, ohne sie je gefahren zu sein. Immer heißt in diesem Fall ‘seit 2007′, denn die Hypermotard gibt es seitdem.

Und so fand der Sonntag mich auf dem Sofa, Fußball-WM, Notebook und ich schaue ‘nur mal so’ nach Ducati.
Ah, Ducati Frankfurt sitzt jetzt im Norden, alles größer und so.
Umfangreiche Seite im Web.
‘Gebrauchte’, aha.
Oh, da ist ja auch eine Hyper.
*sabber*
Ich muss mal mit Kathinka reden.
Das dauert ein wenig und endet mit einem von einem leichten Kopfschütteln begleiteten ‘Mach doch, was du willst…’
Sagte ich schon mal, dass ich diese Frau sowas von wahnsinnig liebe?
Also überhaupt und nicht nur deswegen.

Ich also am Montag mal zu Ducati Frankfurt gefahren, und ich zitiere weiter aus meinem Posting in drm:

Vielleicht passt sie ja gar nicht, ich habe noch nie auf so einer
gesessen, das wäre prima, weil ich dann gar nicht in Versuchung käme.
Das hatte ich zuletzt mit der Dorsoduro, die mir auch sehr gut gefiel,
die sich aber bei einem Probesitzen am Marbachstausee als furchtbar
ungemütlich entpuppte.
Viel Geld gespart damals.

Aber das war damals und jetzt ist es anders. Das Ding passt wie angegossen.
Mist.
Egal, Probefahrt, vielleicht gefällt sie mir ja die Fahrcharakteristik
nicht (gnihihihi, das kann ich mir selber nicht weis machen...).
Uaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah.
Das ist ja so granatengeil, das Gerät.
Die brauch ich, die will ich, die kauf ich.

Und das habe ich dann gemacht. Angezahlt, restgezahlt, zugelassen (lassen) und nach Inspektion am Donnerstag abgeholt. Bei der Rückfahrt muss ich mich irgendwie verfahren haben, jedenfalls waren es an dem (heißen) Nachmittag fast 100km von Kalbach nach Höchst und der Feldberg war auch im Weg.
Am Freitag haben Katrin und ich dann zusammen den Taunus unsicher gemacht und beim Milkshake in Usingen waren wir beide sehr davon überzeugt, dass es bei aller Unvernunft richtig und gut war, dass ich mir dieses Gerät zugelegt habe.
Weniger Motorrad fahren steht jedenfalls nicht mehr auf dem Zettel.
Ganz im Gegenteil…

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Im Vorbeifahren

sparta | Juli 3rd, 2010 - 07:26

Falls es noch nicht aufgefallen ist, es gibt ein neues  Bild auf der Autor-Seite

Und es gibt eine Galerie bei Picasa.

Ausführlicher Artikel folgt in Kürze (keine Zeit zum Schreiben. Mopped fahren.)

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