Let’s go exploring

sparta | November 12th, 2011 - 10:46

Da liegt sie jetzt vor mir.

Die freie Zeit.
Wie ein leerer Blogbeitrag, der sich auch seit Wochen nicht von selbst schreiben will. Die weiße Seite.
Unberührt, unschuldig, rein.
Noch traue ich mich nicht wirklich, sie mit meinem Buchstabenschmutz zu besudeln, aber gleichzeitig mache ich es ja schon. Nun gut, Ängste sind ja dazu da, überwunden zu werden ;-)

‘Aber wie kommt’s?’  hör ich fragen und will auch um meiner selbst Willen mal kurz die letzten anderthalb Jahre Revue passieren lassen – in denen von meiner mir so kostbaren freien Zeit für Entspannen, Schreiben, Musik hören, Spazierengehen etc. immer weniger blieb, was sich an der ‘Artikelflut’ hier im Blog auch deutlich widergespiegelt hat.
Eigentlich begann alles auf dem Stammtisch Höchst mit der Idee, ich könnte ja den Generalsekretär im Landesverband der Piratenpartei machen. So ‘ne Art Verwaltungsjob, geht prima vom heimischen Schreibtisch aus und ist nicht anstrengend.
Na gut.
Ich hab mich breitschlagen lassen, eine Art Wahlkampf geführt, der mich letztlich als einzigen Kandidaten stehen ließ und mir das Amt bescherte…
Zwischendrin war über die tollen Menschen, die ich kenne, noch ein kleiner Nebenjob gekommen, die Ticketerstellung für die openmind #om10.
Zu tun hatte ich wirklich reichlich. Bundesparteitage, Akkreditierung, Vorstandssitzungen, auch im Real Life.
Immer tiefer arbeitete ich mich in die Strukturen ein, wurde zum Ansprechpartner für viele, zum Vertrauten für manche und schaffte mir neben einem gewissen Wissenspool auch eine stete Arbeitslast an. Bisweilen war mir das doch lästig, ich war nicht mehr so ganz mein Herr, wie ich es gewohnt war und zu schätzen gelernt hatte.
Ein wenig hilfreich war dann die Kandidatur der jetzigen Generalsekretärin beim LPT 2011 – jeglicher Kandidaturversuch würde schlicht an der Tatsache scheitern, dass wir bei den Piraten längst nicht so post-gender sind, dass nicht eine Frau immer einen Bonus hätte, egal, ob sie was kann oder tut.
Da aber die Verwaltungszugänge dauerten, habe ich Trottel mich bereit erklärt, die Mitgliederverwaltung noch weiter zu machen, als die Berlin-Wahl und vor allem deren Folgen über uns hineinbrachen und ich Neuaufnahmen by the hundred auf dem Tisch hatte.

Außerdem hatte ich mich für die Orga der openmind #om11 freiwillig verpflichtet und habe dort den gesamten finanziellen Krams, T-Shirts, Tickets, Namensschilder, Kasse, Hotels und dergleichen alles erledigt. Vorort war ich dann ca. 80% der Dauer der Veranstaltung am Orga-Counter ansprechbar.

Nach der #om11 wurde mir sehr schnell klar (gemacht), dass es so nicht weitergehen kann. Ich war am Anschlag, ständig gereizt, immer kurz vor dem Ausrasten.
Also beschloss ich, einen Fullstop hinzulegen.
Mitgliederverwaltungsbeauftragung zurückgeben.
Orga #om12 canceln.

Jetzt will ich erst mal eines vor mir haben: Nichts!
Derzeit bin ich immer noch am Runterkommen, viel zu lange habe ich auf viel zu hoher Schlagzahl getaktet und das wird mir nie wieder passieren.

Das Motto der openmind #om11, das ich zu selbigem erkoren habe, raubmordkopiere ich jetzt für mich.

…let’s go exploring

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30 Seconds to Mars

sparta | August 28th, 2011 - 08:36


An die SAP-Arena in Mannheim habe ich sehr gemischte Erinnerungen, vor ein paar Jahren war ich bei einem Springsteen-Konzert da und während das Konzert sehr gut und auch die Akustik annehmbar war, gestaltete sich die Anfahrt eher gruselig.
Von daher war ich nur aufgrund meines neuen Autos ein wenig mit der Idee versöhnt, mich wieder mit dieser Halle auseinanderzusetzen…

War dann aber doch ziemlich locker. Ich war schon am Nachmittag zu Dany und nach einem gemütlichen Abendessen beim Griechen sind wir dann Richtung Mannheim gefahren.
Wetter und Laune prächtig und tatsächlich sind wir mit einer Umrundung der Arena auf dem VIP-Parkplatz für leicht erhöhte Parkgebühr, aber dafür direkt an der Halle gelandet.
Katrin und Kai haben wir getroffen und erst mal gemütlich ein Bier getrunken, während die erste Vorgruppe überpünktlich um 20:00 Uhr mit ihrem Set begann.
Die haben wir dann komplett verpasst, klang aber gar nicht so übel, was durch die sich bisweilen öffnenden Türen drang ;-)

Zu ‘Carpark North’, die gegen neun begannen, nahmen Dany und ich unsere Sitzplätze ein. Die Band war gut und es war laut.
Wieder pünktlich nach 35 Min. war Schluss und der Umbau für 30 Seconds to Mars begann.

1314217182769Um 22:00 Uhr betraten sie, äh, er die Bühne. Denn machen wir uns nichts vor – 30s to Mars ist Jared Leto und sonst niemand, die übrigen Musiker sind ultimat beliebig.
Stimmung gut, Sound gut, Gesang miserabel. Zumindest zu Beginn, im Verlauf steigerte sich Jared erheblich.
Die Show beinhaltete permanente Einbeziehung des Publikums, in weiten Teilen hatten wir das Gefühl, er schwätzt mehr, als er spielt. Aber den Kids schien es zu gefallen, sich zu immer neuen und immer ausgefalleneren ‘und jetzt alle’-Aktionen mitziehen zu lassen.

Bei ‘alle mal hochhüpfen’ wurde uns dann aber doch auf der Tribüne ein wenig mulmig. Wenn eine so massive Betonkonstruktion wie die SAP-Arena deutlich fühlbar ins Schwingen gerät, bin ich doch lieber woanders.

1314218140684Die Songs kamen sehr gut an, nahezu die komplette ‘This is war’ wurde durchgespielt, zu einem Großteil in einem wirklich gelungenen Zwischenpart, bei dem sich Jared auf einmal nicht mehr auf der Bühne, sondern inmitten der Halle auf einem Tisch neben dem Mischpult fand.
Für uns prächtig, weil sozusagen direkt vor der Nase, für die Fans in der 1. Reihe bestimmt  ein wenig frustrierend *gg*
Mehrere Songs spielte er in diesem Teil semi-akustisch und bewies, dass er das mit dem Singen durchaus kann, wenn er sich Mühe gibt.
‘Hurricane’ gefiel mir besonders gut.

Nicht so überzeugend war das Ende des regulären Konzerts nach nur 60 min, von denen sicher 15min. nur mit Publikumsanimation verplempert wurden.
Bei den Zugaben kam es dann aber noch dicker, zuerst mal nur ein einziges Stück, bevor die Bühne wieder leer war.
Zu ‘Kings & Queens’ und vor allem davor gingen rund 20 min. nur für ‘jump with me’ und ähnliche Faxen drauf :-)

Fazit: Optisch und auch akustisch durchaus ansprechende Show, wenn man auf einen Personenkult wie den um Mr. Leto steht, bestimmt ganz fantastisch.
Ich brauch’s nicht nochmal.
Außerdem haben sie ‘Stranger in a strange land’ nicht gespielt. Pffft.

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Come join us

sparta | Juli 6th, 2011 - 16:45

 

 

Das konzertlastige Jahr 2011 schreitet fort – ein Ausflug nach Würzburg stand an.

Zur Eröffnung ihrer Deutschland-Tour spielten Bad Religion in der Posthalle.
Zusammen mit den herausragenden Herren @kaifuzius und @supaheld machte ich mich bei strahlend schönem Wetter am Nachmittag auf, die zumeist widerliche A3 unter die Räder zu nehmen und wiewohl es in den Feierabendverkehr hineinging, kamen wir zügig durch – bis ich diesen Umstand erwähnte…
Von ‘Ich bin zufrieden, wir kommen gut voran’ bis zum absoluten Stillstand und mehr als tröpfelndem Vorankommen waren es vielleicht 10 min.

Letztlich verfehlten unseren angestrebten Zeitplan um 45 min.
Das machte aber wenig, denn ein kostenloser Parkplatz gegenüber vom Bahnhof war kein Problem und nachdem wir uns noch mit einem Bratwurst-Brötchen versorgt hatten, ging es auch schon in die Halle, die in Vollauslastung um die 2.500 Personen fasst, aber auf ca. ein Drittel dieser Kapazität eingeschrumpft und abgesperrt war.
‘Es ist ausverkauft’ bekam da schon eine andere Note :-)
Bei der Organisation fielen uns vor allem die sehr fairen Preise bei den Merchandise-Artikeln auf, ein T-Shirt für 15,00 Euro ist absolut okay.
Des weiteren sollte uns der akkurate Ablauf überraschen, noch selten war ich auf einem Konzert mit derart präzisem Zeitplan.
Einlass 19:00 Uhr und um 20:00 Uhr begannen ‘Adolescence’ im Vorprogramm.
Auch nicht mehr die Jüngsten…
Nach exakt 30 min. war Schluss.
Bühnenumbau.
Um 21:01 Uhr starteten Bad Religion ihre Show und begannen mit ‘Resistance’ von der aktuellen Scheibe ‘The Dissent of Man’ eine Setlist, die ich in großen Teilen genauso selbst zusammengestellt hätte.
’21st century digital by’, ‘Los Angeles is burning’, ‘Cyanide’, ‘No control’ und dann sogar ’1000 more fools’ – das erste Stück, das ich von Bad Religion seinerzeit hörte.

‘Come join us’, ‘New dark ages’.
Die Halle kocht, es ist brutal heiß und die Stimmung wie auch das Publikum sind vom Feinsten.
‘Generator’ in der ‘Festival-Version’, zum Wegschmeißen komisch, die Zugabe beginnt mit ‘American Jesus’ und endet ein paar Stücke später mit ‘Sorrow’ \o/.
Knapp 80 min. sind zwar recht wenig, aber trotzdem auch ausreichend, immerhin sind darin mindestens doppelt soviele Stücke enthalten wie bei anderen Bands im selben Zeitraum *g*

Wir sind auch entsprechend durch, total verschwitzt und die Kollegen ausreichend bebiert (Fahrer sein sucks *g*)

Die Rückfahrt verläuft stressfrei.
Mitleid mit den armen Leuten, die bei Marktheidenfeld immer noch oder schon wieder im Stau stehen, nachts, Baustelle, ein LKW am anderen, alle Parkplätze dicht – es gibt wahrlich Schöneres…
A thousand more fools are being born every fucking day…

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Bei den Rockern

sparta | Juni 20th, 2011 - 11:52

Megafete™
Die letzten beiden Jahre war ich – aus Gründen – an Pfingsten nicht da gewesen, 2008 war Trouble mit der VFR und ich bin daher mit Richie und der Dose hingefahren. War aber irgendwie nicht das Wahre…
Nachdem die VFR aber so grandiosen Ersatz gefunden hatte letzen Sommer, war ich es nicht zuletzt Tam schuldig, mich wieder blicken zu lassen, nachdem sich dann aber die Möglichkeit bot, nicht auf eigener Achse anreisen zu müssen, war alles startklar und ich habe mich schon narrisch gefreut, all die Leute wiederzusehen, mit denen mich seit rund 15 Jahren sehr viel verbindet. [...]

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