Nicht das Jahr generell, aber zu Jahresbeginn in unserer Heimatstadt. Der Main führt Hochwasser, wenn auch glücklicherweise sehr weit von den Pegelmarken am Tor zum Schlossplatz entfernt.
Nein, das Jahr war gut. Viel entspannter als 2010, keine Katastrophen, keine größeren Beschwerden.
Zugenommen oder abgenommen?
Unverändert, mal ein wenig hoch, mal ein wenig runter.
Essen schmeckt.
Haare länger oder kürzer?
Kurz und gut.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Unverändert.
Mehr Kohle oder weniger?
Weniger. Wir haben zwar ein paar gute Anlagen getätigt, uns aber auch ein wenig Luxus gegönnt.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Schon eine Ecke mehr. dem wheels ain’t cheap
Mehr bewegt oder weniger?
Alles in allem mehr vermutlich. Auf niedrigem Niveau, versteht sich.
Eine ungeplante Nachtwanderung. Felsen und Dünen.
Wege zu und Bewegung auf Konzerten. Beatsteaks, ahem.
Der hirnrissigste Plan?
Die administrative Planung und Orga für die openmind #om11 zu machen.
Hat mich wirklich an die Grenze meiner Leistungsfähigkeit gebracht :-/
Allerdings war die Veranstaltung auch ausnehmend gelungen und hat tierisch Spaß gemacht.
Die gefährlichste Unternehmung?
Vier Tage JuPi-/Hessencamp. Chronische Leberschäden sind noch das mindeste…
Der beste Sex?
Nicht lange her. Hui…
Die teuerste Anschaffung?
Der BMW.
Das leckerste Essen?
Das Impala-Steak in Swakopmund/Namibia.
Aber das jetzt auch für Heiligabend geplante Wildschweingulasch ist grandios.
Das beeindruckendste Buch?
Side Jobs
How to be idle *g*
Der ergreifendste Film?
Ergreifend, naja. ‘Paul’ fand ich einfach genial.
Allerdings habe ich viele Filme gesehen, darunter auch ein paar echte Highlights:
‘True Grit’, ’Blitz’ und die großartige Verfilmung von ‘A game of thrones’ seien an
dieser Stelle genannt.
Die beste CD?
Der Tron-Legacy Soundtrack von Daft Punk lief sehr prominent auf meinen Anlagen. Zu Jahresanfang dominierten Atomship mit ihrem zeitlosen Album “The crash of ’47″, später dann Biffy Clyro (“Only revolutions”).
Der Preis geht aber an Puscifer ”Conditions of my parole”. Maynard zeigt mal wieder, wo es lang geht…
Das schönste Konzert?
Was für ein Konzertjahr.
Von der Stimmung und den Leuten und der guten Laune: Beatsteaks
Von der Show und Sound: Rammstein
Vom Kuschelfaktor und Charakter: Joseph Arthur
Die meiste Zeit verbracht mit …?
Dem Notebook ;-)
Schmarrn, natürlich mit Kathinka. Und das ist auch gut so.
Die schönste Zeit verbracht mit …?
Definitiv Kathinka und zwar vor allem in unserem ersten großen Urlaub nach langer Zeit.
Vorherrschendes Gefühl 2011?
Das klappt, das klappt…
2011 zum ersten Mal getan?
Auf eine Düne gestiegen, in der Wüste gebadet, einen Felsenpython (und x andere Viecher) in der freien Wildbahn gesehen, den Äquator überquert. Halt nahezu alles, was unter der Überschrift Namibia hier im Blog steht.
2011 nach langer Zeit wieder getan?
Einen großen Urlaub im weit entfernten Ausland mit Kathinka. Was war das toll…
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Unmenschlichkeit
Ungerechtigkeit
und ein paar andere…
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass es sich lohnt, um Freundschaften zu kämpfen.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Die Freikarten für Joseph Arthur – auf der materiellen Ebene.
Ansonsten… eine Freundschaft… (6,5 of 9)
2011 war mit einem Wort …?
Anspruchsvoll.
Diese Geschichte beginnt in Kronshagen.
In einer Gärtnerei.
Wie fast immer in unseren Kurzurlauben in Kiel bei den Schwiegereltern verbringen wir einen Nachmittag dort. Während Kathinka und ihre Mutter zwischen Blumenkübeln und Clematis flanieren, meldet mein Handy eine E-Mail von Barbara: “Hätte noch eine Karte für RAMMSTEIN am 08.12.2011 – willst du?”
Was für eine Frage. Aktiv hätte ich mich vielleicht nicht bemüht – oder zu spät, aber so ist es natürlich perfekt.
Nach Umpersonalisierung und ein wenig Hin und Her kam die Karte dann in der zweiten Novemberhälfte tatsächlich bei mir an und am 08.12. stand ich dann sehr gespannt in der Menge.
Festhalle Frankfurt an zwei Tagen hintereinander restlos ausverkauft – die ‘Made in Germany’-Tour wird die Jungs sicher nicht ärmer zurücklassen :-)
Kurz vor acht beginnen ‘Deathstars’ das Vorprogramm und meine Befürchtungen steigen…
Denn nicht nur sind die Schweden richtig mies, vor allem der Sound ist grottig im Quadrat, völlig überzogene Bassdrum (der Schlagzeuger fällt auch nur durch die DoubleBassKicks wirklich auf) und gnadenlos bis zur Unverständlichkeit verzerrter Gesang.
Da gehe ich lieber wieder raus und schone meine Ohren, bestaune leicht kopfschüttelnd die Preise bei Shirts und Co. und trinke noch ein Bier.
Sie lassen es aber gnädig angehen und sind fünf Minuten nach halb neun unter noch nicht mal höflich zu nennendem Applaus verschwunden.
Um kurz vor neun wird es erneut dunkel in der Festhalle und von hinten rechts beginnt der von Fackeln gesäumte Einzug, der im ‘Wiesbadener Kurier‘ wie folgt beschrieben wird:
»Ein metallisches Hämmern in der Luft, Aufruhr am Boden: Rammstein ist da, und die restlos ausverkaufte Frankfurter Festhalle beginnt zu beben.
Im Gänsemarsch erreicht der Metal-Tross um Punkt neun die Mischpult-Insel mitten im Zuschauer-Meer.Von der Hallendecken senkt sich unter Zischen eine Eisenbrücke herab, über die die Rammstein-Mannen wie Schlafwandler in die dampfende Maschinenwelt auf der Hauptbühne wanken. Scheinwerfer-Kessel allüberall, Flammensäulen am Bühnenrand, und hinter allem, über allem ein Riesen-Propeller.«
EINS….
ZWEI…
Alle wissen, was kommt. Mit ‘Sonne’ beginnt ein zweistündiges Best-Of mit ABSOLUT PERFEKTEM Sound. Laut ohne zu schmerzen, alle Instrumente differenzierbar und natürlich eine Lightshow vom Feinsten und Pyrotechnik bis zum Abwinken.
Die ersten Flammensäulen erwärmen die Luft spürbar – knapp 20m von der Bühne weg. In der ersten Reihe muss man sich wie ein Grillhähnchen fühlen und ich bin mit meinem Platz und den Sicht- wie Hörverhältnissen überaus zufrieden. ‘Links 2-3-4′, ‘Mutter’, ‘Feuer frei’ – die Stimmung ist prächtig, alle singen mit und die Show hält alle jederzeit im Bann.
Wie gut ich stand, erwies sich dann bei ‘Bück dich’, als die erwähnte Eisenplanke sich erneut niedersenkte und die gesamte Band direkt am Mischpult zu spielen begann.
Nach ‘Ohne Dich’ (soooooo schön) ist erstmal Schluss, aber lange lassen sich Rammstein nicht bitten und spielen letztendlich zwei Zugabensets – nach zwei Stunden ist dann aber wirklich Feierabend und die Massen strömen durch Frankfurt
Ein fantastischer Abend.
Ich schnapp mir ein Taxi und bin gegen halb zwölf zu Hause und im Bett. :-)
Und bei Barbara will ich mich an dieser Stelle nochmal ausdrücklich bedanken. Du hast mir einen tollen Abend beschert. :-*