Der Jahresbericht.
Wie angekündigt.
2009 war bekanntlich das Jahr der vielen Jubiläen, denn seit 10 Jahren bin ich mit Kathinka zusammen und werde bekanntlich nicht müde, zu betonen, wie toll diese Zeit war und ist. Darüber habe ich aber wohl schon genug im Jahresverlauf geschrieben und will es nicht noch weiter episch auswalzen…
Jetzt soll es mal nur um das vergangene Jahr an sich gehen und das war ein GUTES. Von vorne bis hinten.
Deshalb fing es auch gleich mit einer echten Grippe an und ich dachte schon, es geht auf die Intensiv und an die Beatmungsmaschine, aber erstaunlicherweise habe ich das Ding einfach abgeritten. Schonmal ein vielversprechender Anfang.
Außerdem habe ich das Blog auf den immer noch bestehenden Look umgefriemelt, der mir nach wie vor behagt.
Viel passiert ist allerdings nicht zu Anfang des Jahres, Dany und ich haben uns endlich persönlich kennengelernt, nachdem wir schon zwei Jahre bei Facebook miteinander zu tun hatten.
Eine der wichtigsten und schönsten Freundschaften, die das Jahr 2009 in petto hatte.
Katrins langer Operationsleidensweg fand mit der plastischen OP im März ein Ende und das Ergebnis ist wirklich sehr akzeptabel.
Dann brach nach dem ersten Quartal so langsam ‘Zensursula’ über uns herein und ohne dass ich mich versah, hatte ich mich selbst zum Mitglied der Piratenpartei gemacht und auch das war die richtige Entscheidung, die vielen supertollen Leute allein wären es schon dreimal wert gewesen. Die Stammtische, der hessische Landesparteitag, die anstehende Gründung des Kreisverbandes Frankfurt und dergleichen mehr halten mich aber ordentlich auf Trab und das kann ich gut gebrauchen (auch wenn ich mich manchmal überfordere. Hm. Grenzen ziehen, das alte Problem..).
Wir haben uns erst mal einen Carport bauen lassen, eines der wichtigsten Vorhaben auf der Agenda ‘Unser Heim soll schöner werden’.
Der Sommer kam und überraschte nicht wirklich, es war mal viel zu kalt, dann viel zu heiß und hauptsächlich haben die meisten dran rumgemeckert.
Ich habe meine Zeit entweder im Regenfass (wenn zu heiß) oder in der Sauna (wenn viel zu kalt verbracht) und mit Kathinka einen herrlichen Urlaub in Haus und Garten und in Kiel und Schwerin verbracht, letzteren Ort hatten wir der Bundesgartenschau wegen aufgesucht und es sehr schön gefunden. Außerdem war der Boss in Frankfurt und wir waren mit Claudi daselbst, ein absolutes Highlight…
Das Motorrad fuhr selten und wir bekamen ein neues altes Auto, danke Mom.
Der Herbstbeginn fand uns in Berlin bei der ‘Freiheit statt Angst’-Demo, die zu einem Piraten-Event erster Güteklasse wurde und uns einen klitzekleinen Kurzurlaub bescherte, mit dem wir gleichzeitig Berlin sehenswürdigkeitenmäßig abgehakt hatten.
Vorher hatten wir 16m kanadische Sumpfeiche kurz und klein schneiden lassen. Unser Grundstück ist viel heller und größer geworden und mit der zusätzlichen Rasenfläche wird das der Amusement Park schlechthin im nächsten Jahr. Ob ich doch den Rasentraktor…
Der Bundestag wurde gewählt und wir Piraten holten uns im Bundesschnitt 2%, was sehr vielversprechend ist. Zwar sind noch einige dicke Bretter zu bohren, aber das schaffen wir, da bin ich sicher.
Apropos Piraten, aus dem ersten Zusammentreffen beim #help09 haben sich jetzt schon zwei Gelegenheiten ergeben, bei der Sven und ich uns gegenseitig einiges auf die Ohren, die Leber und in den Magen gegeben haben – das ist auch so ein Highlight, das mich sehr zufrieden auf das Jahr zurückblicken lässt – siehe wichtige, bereichernde und einfach schöne Freundschaften.
Es folgte der übliche Jahresabschluss in unserem schönen Haus bei schönem Essen mit schönen Leuten. Oder so :-)
Heute abend wird das Jahr mit einem chinesischen Fondue verabschiedet und wir freuen uns auf 2010. Möge auch das ein gutes Jahr werden.
(Und schaumermal, ob wir bis 12:00 Uhr durchhalten…)
Keine Sorge, es wird auch noch einen Jahresbericht geben, so mit Bildern und allem drum und dran, das habt nicht nur ihr, sondern vor allem das Jahr verdient.
Gerade habe ich aber den zweiten Fragebogen zum Jahresende gelesen und frage mich, warum ich nicht früher auf sowas gekommen bin, ich mag doch Jahresrückblicke richtig gerne.
Egal, einmal muss man damit anfangen und ich mache es heute.
Also einen Satz Fragen, die mir mittlerweile mehrfach begegnet sind…
Zugenommen oder abgenommen?
Minimale Veränderung nach oben. Ich bemühe mich weiterhin, meinen BMI in den zweistelligen Bereich zu bringen *g*.
Im Ernst – ich bin fast wieder auf dem Normalgewicht, das ich vor 5 Jahren für ziemlich lange verloren hatte.
Haare länger oder kürzer?
Wieder kurz.
Ob’s besser ist?
Vermutlich, aber die langen Haare hatten auch was. Manchmal vermisse ich sie schon.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Leider nicht hellsichtiger.
Ansonsten weitgehend unverändert und ich sollte mal zum Augenarzt (in meinem Alter!)
Mehr Kohle oder weniger?
Was das Einkommen angeht: Deutlich mehr, dank der ‘dramatischen’ Rentenerhöhung (Stimmviehkauf). Vor allem aber aufgrund der Betriebsrente, die völlig unerwartet kam.
Mehr ausgegeben oder weniger?
2008 war die Küche. Das haben wir dieses Jahr nicht geschafft, auch wenn wir eine Vielzahl von netten Investitionen getätigt haben.
Mehr bewegt oder weniger?
Mich selbst weniger, auch das Motorrad kam kaum aus dem Stand. Im intendierten Sinne sicherlich mehr, mein Engagement in Web und Partei zeigt doch deutliche Züge wider die Lethargie.
Der hirnrissigste Plan?
Kauf eines Tanks für den Café-Racer, zu dem die MZ werden sollte. Weder hatte ich wirklich einen Plan, noch war ich bereit, auf Wettergötter und ähnliche Instanzen zu hören, die mir literweise hässlichste Warnungen in den Weg schmissen.
War trotzdem lustig, mit Helmut die Veterama in der Unterwasser-Version zu besuchen.
Die gefährlichste Unternehmung?
Wooohooo, die Gefahr…
Hm. Gefahr besteht jedesmal, wenn ich mich verschlucke, aber bewusst meide ich eigentlich gefährliche Unternehmungen.
Die Grippe zu Jahresanfang sollte ich nicht unerwähnt lassen…
Der beste Sex?
Heute war super. Also so wie eigentlich immer.
Die teuerste Anschaffung?
Carport.
Das leckerste Essen?
Machen wir öfters.
Das beeindruckendste Buch?
Jim Butcher’s ‘The Dresden Files’. Welches auch immer.
Der ergreifendste Film?
Ich geh ja nunmal nicht ins Kino. Also kommt so manchen, was bei anderen schon im Jahresrückblick 2005 stand, bei mir erst in 2009 an.
Und dann sind wir wieder bei tollen Wertungen. Ergreifend…
‘Willkommen bei den Sch’tis’ fand ich sehr nett.
Die beste CD?
Fever Ray
Das schönste Konzert?
Springsteen. Tonight in Jungleland…
Die meiste Zeit verbracht mit …?
Kathinka. Leider schlafend, tagsüber ist das Notebook häufiger als Companion…
Die schönste Zeit verbracht mit …?
Kathinka. In Kiel und an der Nordsee, auf dem Sofa und im Regenfass, in der Badewanne und im Bett.
Vorherrschendes Gefühl 2009?
Unpackbares Glück im 10ten Jahr unseres Zusammenseins.
2009 zum ersten Mal getan?
Ich bin tatsächlich in eine Partei eingetreten… :-)
2009 nach langer Zeit wieder getan?
Ein gutes Unertl getrunken (vor ein paar Minuten).
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Die (reale) Grippe zu Jahresanfang.
Die (zum Glück nur befürchtet gefährliche) Erkrankung im Spätherbst.
Eine unschöne Erkenntnis.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das Eintreten für die (digitalen) Bürgerrechte und die damit verbundene Entscheidung, die Piratenpartei zu wählen.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Freundschaft und Vertrauen habe ich von Leuten erhalten, die ich vor einem Jahr (oder ein paar Wochen) noch nicht kannte und die richtig gute Freunde geworden sind, bzw. gerade werden.
2009 war mit einem Wort …?
Vertrauen
Heute steht mal gar nichts auf dem Speiseplan.
Das ist nach den letzten Tagen auch weder verwunderlich noch unwillkommen. Wir haben es uns nämlich mal wieder gründlich gegeben, was zur Jahreszeit nun auch zwingend gehört.
Angefangen hat das ganze noch relativ leicht am 23.12. abends mit meiner heißgeliebten Thaisuppe mit rotem Fleisch, wofür die dafür benötigte Schweinelende, Soyasprossen, Korianderblättchen und vor allem geröstete Knoblauchscheibchen in der kräftigen Fleischbrühe zusammen mit den Reisnudeln ihre Wirkung entfalten durften. Diese Wirkung ist eine angenehm sättigende, ohne einen ins Verdauungskoma zu schießen.
Dafür sollte es ja auch noch reichlich Gelegenheit geben…
Heiligabend. Die Einweihung des neuerworbenen Raclette-Sets im kleinen Familienkreis stand an und wir waren optimistisch, uns bei den eingeplanten Quantitäten mal wieder kräftig nach oben vertan zu haben, am Schluss war aber doch alles weg.
GRAPPA.
Kaum aufgestanden am 1. Feiertag ging es dann an die Vorbereitung des großen Flatscherviechs nach dem mittlerweile bewährten Rezept. Routine hat sich dabei mittlerweile eingestellt, das Tier gelang prächtig, schmeckte ebenso und war uns ein feiner Feiertagsbraten.
Danach war dann aber wirklich Schluss, ein paar Chashews am Abend gingen noch, aber sonst war Nahrungsaufnahme eher illusorisch.
Und auch heute beim Frühstück war ich noch nicht wirklich in der Lage, wieder den gewohnten Appetit zu zeigen.
Der wird sich zum kräftigen Essen morgen bestimmt wieder einstellen…